Amla-Öl ist hierzulande noch relativ unbekannt. Schade eigentlich, denn das Öl ist ein richtiges Zaubermittel im Kampf gegen Haarausfall oder das Nachwachsen grauer Haare. Wir verraten, woher das Öl kommt und wie du es anwenden kannst.

Amla-Öl wird in der ayurvedischen Medizin schon seit Jahrtausenden insbesondere für die Haarpflege eingesetzt. Ganz ohne Chemie verspricht das Öl, das Haarwachstum anzuregen, Haarausfall zu stoppen und das Nachwachsen grauer Haare zu minimieren. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

Amla-Öl: So pflegst Du Deine Haare damit

Amla-Öl: Wirksam gegen Haarausfall

Haarausfall ist oft eine Folge hormoneller Prozesse im Körper. Es gibt ein Enzym (5-Alpha-Reduktase), das Testosteron, ein männliches Hormon, das sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommt, in Dihydrotestosteron (kurz DHT) umwandelt. DHT kann sich an die Haarwurzeln heften und das Wachstum der Haare hemmen. In der Folge kann es zu Haarausfall kommen. Amla und damit auch Amla-Öl blockieren das Enzym, das für diesen Prozess verantwortlich ist. Das Haarwachstum gewinnt wieder an Geschwindigkeit und die Haare werden nach und nach wieder voller.

Es gibt eine Reihe von verschreibungspflichtigen Haarausfall-Medikamenten, die auf dieselbe Weise wirken – der Hemmung von 5-Alpha-Reduktase. Allerdings kann es bei der Einnahme dieser Mittel zu unschönen Nebenwirkungen wie Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen kommen. Amla-Öl dagegen hat so gut wie keine Nebenwirkungen und ist daher eine geeignete Alternative.

So geht’s: Haarausfall stoppen

Amla-Öl: Wirksam gegen graue Haare

In der ayurvedischen Medizin wird Amla-Öl auch eingesetzt, um das Ergrauen der Haare zu verlangsamen. So soll das Öl die Produktion eines Enzyms (Katalase) anregen, das wichtig ist, damit das Haar seine Farbe behält. Auch wenn noch nicht gänzlich ergründet ist, warum wir im Alter ergrauen, so hat man herausgefunden, dass dies mit der Abnahme von Katalase zusammenhängen könnte.

Amla-Öl: Mehr Kraft für Wimpern und Augenbrauen

Seren und Öle für buschige Augenbrauen und kräftige Wimpern sind in den vergangenen Jahren immer gefragter geworden. Auch hier ist Amla-Öl eine gute Alternative, da es das Wachstum von Brauen und Wimpern ankurbeln kann. Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung hier auch nicht, jedoch berichten viele Anwender von überraschenden Erfolgen durch Amla.

Noch mehr Tricks: Lange Wimpern

Amla-Ö: Hilfe  gegen Schuppen

Schuppen sind oft die Folge von trockener oder gereizter Kopfhaut. Die regelmäßige Anwendung von Amla-Öl kann zu einer ausgeglichenen Kopfhaut ohne Schuppen beitragen. 

Das kann helfen: Empfindliche Kopfhaut

So funktioniert die Anwendung von Amla-Öl

Wenn du Amla-Öl ausprobieren möchtest, solltest du folgendermaßen vorgehen:

  • das Öl sorgfältig auf die trockene oder feuchte Kopfhaut auftragen und gut einmassieren
  • mindestens zwei Stunden oder über Nacht einwirken lassen
  • mit Shampoo gründlich auswaschen, damit die Haare am Ansatz nicht fettig bleiben
  • Anwendung etwa 2 bis 3 Mal pro Woche

Das Amla-Öl kann auch als Kur in trockene Längen und/oder Spitzen gegeben werden. Hier sollte es ebenfalls 1 bis 2 Stunden einziehen, bevor du es wieder auswäschst.

Amla-Öl: Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

Bisher sind keine nennenswerten Nebenwirkungen bei der Verwendung von Amla-Öl bekannt. Trotzdem: Wie immer bei der Verwendung von natürlichen Ölen auf der Haut, solltest du bei der ersten Verwendung ausprobieren, wie du auf das Produkt reagierst. Verteile zum Beispiel einen Tropfen des Öls auf der Innenseite deines Unterarms und beobachte, ob deine Haut reagiert. Da Amla-Öl einen hohen Anteil an Vitamin C aufweist, kann es bei zu häufigem Einsatz zu Rötungen und Juckreiz führen. Daher solltest du es keinesfalls täglich auf der Kopfhaut verwenden.

Und noch eine Info vorab: Amla-Öl kann einen sehr eigentümlichen, mitunter auch strengeren Geruch haben. Daher sollte man das Öl in jedem Fall wieder gründlich auswaschen. Aber keine Sorge: Nach der Haarwäsche ist von dem Geruch nichts mehr wahrzunehmen.

Amla-Öl: Woher kommt es genau?

Das Amla-Öl kommt vor allem aus Süd- und Südostasien und teilweise auch aus Ostafrika. Hier wächst der Amla-Baum, dessen Früchte (die indische Stachelbeere) für die Produktion von Amla-Öl verwendet werden. Die indische Gansbeere, wie die Stachelbeere auch genannt wird, ist im Ayurveda die meist genutzte Heilpflanze.

Amla-Öl: Was steckt drin?

Amla wird aufgrund seiner vielen gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe nicht nur in der Haarpflege eingesetzt. Es gibt beispielsweise auch Amla-Pulver und Amla-Kapseln, die – eingenommen als Nahrungsergänzungsmittel – viele Prozesse im Körper unterstützen sollen. Einige dieser Inhaltsstoffe sind:

  • Aminosäuren
  • gesättigte und ungesättigte Fettsäuren
  • Vitamin C
  • Antioxidantien (hierbei schlägt es die Superfoods Acai und Gojibeere um einiges!)
  • Spuren von Magnesium, Kalzium und Kalium 

Verwendete Quellen: khadi.de, gala.de

Source: https://www.brigitte.de

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