Liebe & Lust

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Cornelius Obonya wurde in die berühmteste Schauspielerdynastie Österreichs geboren. Im Gespräch erörtert er, ob sein Sohn in seine Fußstapfen tritt, spricht über die Chuzpe sich als „Jedermann“ auszugeben und seine Kritiker.
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Liebe ist die Antwort auf alle Fragen? Nicht ganz. Sie stellt auch ziemlich viele. Psychologe und Paartherapeut Oskar Holzberg beantwortet sie alle. Die heutige Frage: Passen wir uns an, wenn wir miteinander tanzen? 

Oft verrät ja eine Frage viel mehr, als eine Antwort je beantworten kann. Und wenn wir uns in einer Partnerschaft fragen, wie sehr wir uns anpassen müssen, dann ist eines klar: Dass der Beziehungsfluss gestört ist.

Bedeutet Anpassen, das Eigene aufzugeben? 

Eine Liebesbeziehung, wie wir sie heute leben, bei der nicht mehr eindeutig festgelegt ist, wer den Ton angibt, und wer sich anpasst, ist in gewisser Weise immer paradox. Denn wir versuchen ja, uns an der Seite unseres Partners selbst zu verwirklichen, und möchten unsere Bedürfnisse und Wünsche erfüllt haben. Doch unser Partner sucht natürlich ebenfalls nach seiner ganz persönlichen Selbstverwirklichung und der Erfüllung seiner Wünsche und Bedürfnisse. Und als wenn das noch nicht reichen würde, möchten wir auch für unseren Partner, dass sich Sehnsüchte erfüllen, schließlich lieben wir diesen Menschen ja. Ach ja, und gleichzeitig und harmonisch soll es auch noch gehen. Wie soll das alles funktionieren? Wenn wir unserem Verstand folgen würden, ließen wir am besten ganz die Finger von Liebesbeziehungen.

Doch glücklicherweise folgen wir in Liebesangelegenheiten nicht unserem Hirn, sondern unserem Herzen, unseren Gefühlen. Und hier herrscht eine andere Logik, die wir jedes Mal erleben, wenn wir zusammen tanzen, wenn wir liebevollen Sex haben oder auch nur gemeinsam einen Ausflug machen. Dann ist die Beziehung ein Miteinander, ein schneller Wechsel von Führen und Folgen, von aktiv sein und sich passiv anzuvertrauen, von Aktion und Reaktion. Wir leben Impulse, die Impulse auslösen, die Impulse auslösen … Die Frage, wie sehr wir uns anpassen sollten, stellt sich erst, wenn das Miteinander einseitig dominiert wird. Oder, auch das ist möglich, wenn wir uns dominiert fühlen. Anpassen bedeutet dann plötzlich, das Eigene aufzugeben. Wenn der Partner nur auf Livekonzerte seiner Lieblingsbands, aber nie mit uns ins Kino will, wenn die Wurst nicht mehr in den veganen Kühlschrank darf, wenn einer auf seinem sexuellen Drehbuch besteht, wenn der Kontakt mit dem Ex verboten wird.

Druck und Forderung können sich so steigern, dass die Beziehung infrage gestellt wird. Sobald einer nicht in das geerbte Haus des anderen einziehen will oder sich eine Beziehung nur ohne Kinder vorstellen kann. Dann ist Klärung nötig. Auseinandersetzung.

Aufeinander eingehen

Dies bestimmt dann die Beziehung. Und damit ist nicht das Ergebnis der Klärung gemeint, sondern das WIE der Auseinandersetzung. Bewegen sich beide? Wird auf meine Wünsche und Gefühle eingegangen? Fühle ich mich gehört und verstanden? Oder wird erpresst, eine Diskussion gleich abgeschnitten? Oder gar Liebe in der Form eingefordert, dass es ja keine Liebe sei, wenn wir uns nicht auf die Vorstellungen und Wünsche des anderen einlassen? Also: Wenn sich im übertragenen Sinn ein Partner hinstellt und erklärt, dass er entweder gar nicht mehr tanzen will – und wenn doch, habe der andere seinen Schritten bitte schön zu folgen?

Sicherlich müssen wir aufeinander eingehen, nach gemeinsamen Schritten auf unserer gemeinsamen Reise durchs Leben suchen. Wir können nicht immer auf unseren Vorstellungen beharren. Aber wir sollten uns nur anpassen, wenn es sich so anfühlt, als hätten wir gemeinsam eine Möglichkeit gefunden. Und nicht, als würden wir uns aufgeben.

“Paaradox” ist der neue Podcast mit Oskar Holzberg und seiner Frau Claudia. Sie sprechen offen über die Themen, die Beziehungen immer wieder herausfordern. Lustig, spannend und erkenntnisreich! U. a. auf AudioNow.

Jetzt reinhören: “Paaradox” – der Beziehungs-Podcast

Im Podcast “Paaradox” spricht BRIGITTE-Redakteurin Nikola Haaks mit dem Paartherapeuten-Paar Claudia Clasen-Holzberg und Oskar Holzberg über Liebe, Beziehungsprobleme und Sex. Unbedingt mal reinhören!

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Vermutlich kennen mehr Menschen Suizidgedanken, als darüber reden. Unsere Autorin jedenfalls hat Erfahrungen damit gemacht. Doch eine Art Vision half ihr, das toxische Gedankenkarussell für immer zu verlassen.

Wie ich es mache, hatte ich bereits für mich entschieden, die Frage war nur, wann. Schleiche ich mich heute Nacht aus dem Haus, nachdem meine Eltern ins Bett gegangen sein würden? Oder morgen? Oder warte ich doch noch länger damit, vielleicht bis ich 18 bin? Auf keinen Fall länger als 30. Wie lange würden meine Eltern wohl um mich trauern …?

Ich fühlte mich verloren

Heute erscheinen mir meine Gedanken von damals fremd. Als ich ein Teenager war, waren sie eine Zeitlang mein täglicher Begleiter. Ich fühlte mich verloren, war fest davon überzeugt, in dieser Welt nichts zu suchen zu haben und niemals irgendwo ankommen oder hingehören zu können. Ich wollte, dass es vorbei ist, noch bevor mein Leben überhaupt angefangen hatte.

Mein Hauptproblem, so vermute ich jetzt, war meine Pubertät. Hormonchaos in Kombination mit überhöhter Sensibilität, Angst vor der eigenen Emotionalität, dem Hang, mich für alles Schlechte in dieser Welt verantwortlich zu fühlen (Nesthäkchen-Syndrom), und ein paar weitere problematische Charakterzügen wie Ehrgeiz und Perfektionismus trieben mich als 15/16-Jährige in eine Welt ohne Hoffnung und Licht.

Wahrscheinlich merkte man mir damals nicht einmal etwas an. Ich gab zumindest mein Bestes zu verstecken, was mit mir los war und wie einsam ich mich fühlte. Erzählt habe ich jedenfalls niemandem, wie es mir ging. Alle Menschen, von denen ich glaubte, sie würden mich verstehen – Fjodor Dostojevskij, Franz Kafka, Albert Camus und natürlich Albus Dumbledore – waren entweder schon tot oder nur mit einem Exklusiv-Ticket für den Hogwarts-Express zu erreichen. So war ich allein mit meinen Gedanken. Abend für Abend immer wieder die Frage: Wann machst du dem ganzen endlich ein Ende?

Hätte mir jemand in dieser Zeit gesagt: Das Leben ist doch so ein einmaliges Geschenk, warum willst du es denn nicht? Oder auch: Okay, es geht dir momentan nicht gut, aber es wird garantiert besser! – es hätte mich nicht erreicht. Ersteres war zu weit von meiner eigenen Wahrnehmung entfernt, für Letzteres war ich noch zu jung und unerfahren, um es zu glauben. Zum Glück kam mir aber eines Tages selbst eine Idee, die mein toxisches Gedankenkarussell mit einem Mal stoppte.

Der Gedanke, der alles veränderte

Ich weiß nicht, was genau mich dazu brachte, aber ich sah und fühlte mich plötzlich wie in einem Theater. Ich dachte, wenn die Welt ein Theaterstück wäre und ich im Publikum säße, würde ich dann einfach rausgehen, während die Vorstellung noch läuft? Die Antwort war für mich glasklar: Nein, würde ich nicht, nicht mal, wenn sie grottenschlecht ist. Wenn ich sowieso schon mal da bin, kann ich auch sitzen bleiben und das Ende abwarten – vielleicht gibt’s ja noch einen Twist, der das Stück interessant macht. Und selbst wenn es den nicht gibt und ich hinterher mit dem Gefühl rausgehe, das war die totale Zeitverschwendung und absolut sinnlos – was soll’s? Ist ja nicht so, dass ich was anderes vorgehabt hätte.

Heute verstehe ich nicht mehr, warum ausgerechnet dieses Bild bzw. Gedankenspiel bei mir bewirkt hat, dass ich Suizid plötzlich nicht mehr als Option für mich sah. Doch seit dem Moment, in dem es mir in den Kopf gekommen war, habe ich – soweit ich erinnere – nie wieder darüber nachgedacht, mein Leben eigenständig zu beenden, weder als Teenie noch als Erwachsene.

Von der Zuschauerin zur Beschenkten

Mittlerweile habe ich natürlich längst begriffen und erlebt, dass ich keine Zuschauerin bin, die auf einen positiven Twist warten muss, sondern dass ich eine Rolle spiele, in der ich ihn selbst herbeiführen kann. Ich empfinde das Leben aus tiefstem Herzen als Geschenk, das ich um keinen Preis freiwillig hergeben würde. Doch um diesen Punkt zu erreichen, brauchte ich Zeit und Offenheit, Erfahrungen zu sammeln. Und dafür musste ich mein schreckliches Gedankenkarussell von damals verlassen. Ob auch andere durch meinen Ausgang gehen können, weiß ich nicht. Auf jeden Fall glaube und hoffe ich, dass jeder Mensch seinen eigenen finden kann, wenn er sich nur genug Zeit dafür gibt.

Du hast suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Beratung über E-Mail ist ebenfalls möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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Wenn wir einen Menschen zum ersten Mal sehen, bilden wir uns innerhalb von Sekunden eine vorläufige Meinung – und genau das gleiche passiert, wenn wir nur seinen Namen hören …

Frisur, Schuhe, Geschlecht, Handschlag. Wenn wir einen Menschen kennenlernen, bestimmen zum Teil die banalsten und oberflächlichsten Merkmale – die wir oft nicht einmal bewusst wahrnehmen – wie wir zu ihm stehen und was wir für den ersten Moment über ihn denken (anhand welcher Kleinigkeiten andere über dich urteilen, erfährst du in unserem Artikel). Doch dafür müssen wir ihn einer kanadischen Studie zufolge nicht einmal sehen: Um uns ein Bild von einer Person zu machen, so fanden Psychologen der University of Calgary heraus, genügt es unserem vorschnell urteilenden Gehirn, einfach nur ihren Namen zu hören!

Maluma-Takete-Phänomen: Klänge prägen unsere Vorstellungen

Dass wir mit bestimmten Lauten aufgrund ihres Klangs gewisse Assoziationen verbinden, ist schon sehr lange bekannt und vielfach kulturübergreifend nachgewiesen. Weiche, stimmhafte Laute wie m, l, b, n, g wirken auf uns eher sanft, “rund” und angenehm; stimmlose, harte Phone wie p, k, t dagegen “kantig”, stark und einschüchternd.

Bereits vor gut 90 Jahren wurde dieses Phänomen mit dem “Maluma-Takete-Effekt” beschrieben: Versuchspersonen, die die Aufgabe gestellt bekamen, bedeutungslose Lautkombinationen wie “Maluma” und “Takete” entweder einer runden oder einer eckigen Form zuzuordnen, ordneten mit signifikanter Mehrheit “Maluma” der runden und “Takete” der eckigen Figur zu. 

Bob-Kirk-Effekt: Vornamen prägen unsere Vorurteile

Wie die beiden kanadischen Wissenschaftler David Sidhu und Penny Pexman nun in einem abgewandelten Experiment herausfanden und in “Current Directions in Psychological Science” veröffentlichten, gelten ähnliche Regeln auch für Vornamen: In ihrem Versuch ließen die zwei Psychologen mehr als 100 Studenten die Vornamen “Bob” und “Kirk” sowie “Molly” und “Kate” jeweils weichen, rundlichen oder harten und drahtigen Comicfiguren zuordnen. Für rund 70 Prozent hießen die rundlichen Helden “Bob” oder “Molly”, die kantigen dagegen “Kirk” und “Kate”. Doch das ist noch nicht alles.

Neben Assoziationen zum Aussehen fragten die Psychologen auch einige Eigenschaften ab: Während “Bobs”, “Mollys”, “Julias” und “Dans” mehrheitlich Attribute wie lustig, sympathisch und gemütlich zugeordnet wurden, verbanden die Versuchspersonen mit “Kirk”, “Kate” oder “Patrick” eher aggressive, durchsetzungsstarke und dominante Charaktere. 

Wer also mal ein Blind Date mit einem Michael hat und sich auf einen lustigen, gemütlichen Abend freut: Nicht enttäuscht sein, wenn sich der lustige Michi hinterher als ernsthafter Kurt entpuppt …

Source: https://www.brigitte.de

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