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Du fühlst dich von anderen manchmal ungerecht behandelt? Falls es dich tröstet: Sie sich mit Sicherheit auch von dir!

Keine Frage: Die mentalen Fähigkeiten, die uns Menschen zur Verfügung stehen und auszeichnen, sind bemerkenswert und einzigartig. Wir können unsere Zukunft planen, überlegen, was in der Vergangenheit vielleicht passiert wäre, wenn, und uns mit anderen über unsere unfassbar reiche und komplexe Gefühlswelt austauschen. Eigenschaften wie Kreativität, geistige Flexibilität und natürlich unser berühmt-berüchtigtes Abstraktionsvermögen ermöglichen uns eine außergewöhnliche Wahrnehmung und Gestaltung unserer Welt und unseres Lebens.

Doch vor lauter Begeisterung sollten wir nicht vergessen, dass unsere geistigen Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht bedingungslos auf unsere mentale Stärke vertrauen können. Die Klimaproblematik ist hier ein gutes Beispiel: Wir kennen die Konsequenzen, verhalten uns trotzdem mehrheitlich destruktiv. Und auch in kleineren Alltagsdingen handeln wir oft unvernünftig: Wir regen uns auf, obwohl es nichts ändert, vertrödeln Zeit bei Insta, obwohl es uns unglücklich macht, betrinken uns, obwohl wir wissen, dass am nächsten Tag der Schädel brummt.

Die Shortcuts unseres Gehirns

Einer der Gründe dafür ist vermutlich, dass unser Gehirn Energie spart, wo es nur kann. Statt beispielsweise jeden Moment unseres Lebens individuell und bewusst zu gestalten, rufen wir ein Verhaltensmuster nach dem anderen ab und leben zu einem großen Teil nach Gewohnheiten. Statt die langfristigen Konsequenzen unseres Handelns zu bedenken, priorisieren wir unsere kurzfristigen Bedürfnisse und blenden alles andere aus. Und statt zu versuchen, unsere Umwelt zu verstehen und ganzheitlich zu erfassen, bewerten wir sie und ordnen sie möglichst schnell und endgültig ein. Oder wie es der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung einmal formulierte:

  • “Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.”

Im Alltag merken wir es oft gar nicht, doch tatsächlich urteilen wir beinahe ständig. “A hat recht, B hat unrecht”, “meine Meinung ist richtig, deine falsch”, “Kurven sind schön, Dellen aber hässlich”, “X ist böse, Y ist gut”. Indem wir urteilen und Dinge einordnen, können wir sie abhaken und müssen uns nicht mehr damit auseinandersetzen. Ohne uns gäbe es weder “gut” noch “böse”, weder “richtig” noch “falsch” – solche Werte sind menschliche Erfindungen, die uns helfen, uns zu orientieren. Indem wir urteilen, vereinfachen wir die Welt und werden handlungs- und entscheidungsfähig. Im Prinzip bleibt uns nichts anderes übrig, denn Chaos, Offenheit und Unklarheit könnten wir langfristig kaum ertragen. Allerdings sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass uns dieser clevere “Energiesparmechanismus” in erster Linie eins macht: Selbstgerecht.

Unsere Urteile sind nicht die Wahrheit

Im Gegensatz zu einer Richterin, der zur Urteilsfindung Zeug*innen vorgeführt werden, unterschiedliche Perspektiven aufgezeigt und Beweise vorgelegt, können wir bei unseren Urteilen in der Regel nur einen wiiiiiiinzigen Bruchteil der Informationen einbeziehen, die zur Verfügung stehen und für ein umfassendes Urteil relevant wären. Mit unserer einseitigen, egozentrischen Weltsicht und unserem sehr begrenzten Wissens- und Erfahrungsschatz sind wir als Richterinnen in den meisten Situationen unterqualifiziert – und deshalb sind unsere Urteile häufig “unfair” bzw. unvollständig. Wenn wir anderen Rücksichtslosigkeit unterstellen, kann in Wahrheit Überforderung der wesentliche Treiber sein, was wir als Ignoranz abtun, kann Selbstschutz, Angst oder sogar Kalkül sein. Wir stecken Menschen andere permanent in irgendwelche Schubladen. Doch das heißt nicht, dass sie da hingehören.

Natürlich möchte niemand ungerecht behandelt bzw. beurteilt werden, genauso wie niemand andere ungerecht beurteilen bzw. behandeln möchte. Doch beides wird immer wieder passieren, jeden Tag und jedem einzelnen von uns. Ohne zu urteilen, würden wir uns verlieren und in der Luft hängen. Das einzige, was uns bleibt, um zumindest ein bisschen gerechter durch die Welt zu gehen, ist, uns einzugestehen, dass wir urteilen, obwohl wir bei weitem nicht alles wissen, – und so offen wir nur möglich zu sein, uns eines Besseren belehren zu lassen.

Source: https://www.brigitte.de

Ja gerne, aber jetzt noch nicht: Manche Männer sind Meister darin, eine Liebe unverbindlich zu halten. Wir verraten euch, mit welchen typischen Sätzen sich bindungsscheue Typen outen.

Ach, sie haben es wirklich nicht leicht, aber leider vergucken wir uns leichtfertig in sie: Männer, die eine undefinierbare Angst vor einer festen Beziehung haben. Ein weit verbreitetes Phänomen. Da ist der 38-Jährige, der sich einfach noch zu jung dafür fühlt, Verantwortung zu übernehmen. Der zweifach Geschiedene, der einfach nicht mehr an die große Liebe glaubt. Oder der Mittzwanziger, der noch zuhause bei Mutti wohnt, weil: Ist ja eh die Beste.

Diese Männer sagen, sie hätten Bindungsangst. Sie (oder ihre Nicht-ganz-so-Freundinnen) klagen gar über Bindungsphobie .

Diese Männer sind das Grauen. Für jede Frau, die sich auf sie einlässt. Und für all ihre Freundinnen, die sich monatelang immer abstrusere Geschichten anhören müssen. Das Muster ist immer gleich: Einen Schritt vor, zwei zurück. Immer wieder gern genommen auch: spontanes Abtauchen, wenn es den bindungspanischen Kerlen “zu eng” wird.

11 Sätze, mit denen sich beziehungsunfähige Männer verraten

Mit einem beziehungsunfähigen Mann lässt sich schlicht und ergreifend keine Beziehung führen, die ihren Namen verdient. Aber woran erkennt man den Mann, der nichts Halbes und nichts Ganzes in der Lieben will? Einen ersten Hinweis können diese 11 Sätze geben, die bindungsphobische Männer immer wieder gern fallen lassen. Wir haben übersetzt, was sie wirklich bedeuten:

1) Er sagt: “Ich finde, wir sollten einfach alles auf uns zukommen lassen.”

Er meint: Inklusive anderer heißer Mädels, die ich auf mich zukommen lasse.

2) Er sagt: “Ich bin ja nicht so der Typ, der weit in die Zukunft voraus plant.”

Er meint: Mit Dir jedenfalls nicht.

3) Er sagt: “Kinder? Ich bin ja selber noch total das Kind.”

Er meint: Komm mir bloß nicht mit “Verantwortung übernehmen”.

4) Er sagt: “Da willst du wirklich nicht mit hin. Da kommen nur langweilige Leute.”

Er meint: Ich habe keine Lust, da mit Anhang aufzutauchen. Wer weiß, wer noch alles da ist …

5) Er sagt: “Noch wach? Lust auf ein Date?” – SMS nachts um 1 Uhr.

Er meint: Ich will Sex – jetzt.

6) Er sagt: “Ich bin einfach noch nicht wieder bereit für eine feste Beziehung.”

Er meint: Ich will mir alle Türen offen halten. Vielleicht finde ich noch eine Bessere.

7) Er sagt: “Ich glaube nicht an die Ehe.”

Er meint: Du hast mich jedenfalls noch nicht davon überzeugt.

8) Er sagt: “Sorry, ich muss unser Date auf morgen verschieben.”

Er meint: Soo wichtig bist Du mir jetzt auch nicht.

9) Er sagt: “Meine drei Ex-Freundinnen waren echt nicht ganz klar im Kopf.”

Er meint: Frauen sind immer daran Schuld, wenn eine Beziehung scheitert.

10) Er sagt: “Zusammen in den Urlaub? Aber ich geh jedes Jahr Schnorcheln mit meinen Kumpels.”

Er meint: Und daran ändert sich auch nichts, nur weil wir in die Kiste gehen.

11) Er sagt: “Irgendwann kann ich mir schon mal Kinder vorstellen.”

Er meint: Aber nicht wirklich mit Dir.

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