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Immer öfter heißt es: “Aber was darf ich denn heutzutage noch sagen?”. Einiges, finden wir! Ein Leitfaden durch den bunten Buchstabensalat der queeren Sprache.

Queere Sprache: Warum ist das so kompliziert?

Ja, wir müssen es nicht beschönigen: Es ist komplex. Allein auf der deutschen Facebook-Seite kann man aus 60 verschiedenen Geschlechtsidentitäten wählen – von “Nicht-binär” über “Genderqueer” bis zu “Pangender”. Versteht uns nicht falsch, das ist auch gut so. Trotzdem geben wir zu: Da kann einer schon mal den Überblick verlieren.

Doch ihr müsst euch eins vor Augen halten. Ziel ist es nicht, am Ende fließend “queer” zu sprechen! Viel wichtiger ist es, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und unsere Sprache kritisch zu betrachten. Denn: Niemand sollte und darf mit Wörtern und Ausdrücken diskriminiert werden. Um das zu schaffen und um möglichst viele Menschen einzuschließen, muss queere Sprache präzise sein und genau so vielfältig wie das, was sie beschreibt – daher die Komplexität.

Aber wisst ihr was: Selbst innerhalb der Community finden zum Beispiel einige, dass man bei all den Buchstaben, die sich in dem Begriff “LGBTQIA+” tummeln, bald den Überblick verliert. Und das nimmt doch schon mal den Druck, oder? Also lasst es uns anpacken!

Wichtige Begriffe:

LSBTIQA+:  Die deutsche Abkürzung LSBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* Queers und Asexuelle. Manchmal wird auch im Deutschen das englische Akronym “LGBTIQ+” (“Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender, Intersex & Queers“) benutzt. Das Plus “+” wird hinzugefügt, um weitere nicht benannte Identitäten einzuschließen.

Sexuelle Orientierung

Bi+sexualität: Bi+sexuelle Menschen finden Personen beider, mehrerer oder aller Geschlechter anziehend.

Homosexualität: Personen, die sich zu Menschen des gleichen Geschlechts angezogen fühlen.

Wichtig:

  • Die Bezeichnung “homosexuell” lehnen viele lesbische und schwule Menschen ab, da der Begriff in seiner Entstehungszeit vor allem medizinisch gebraucht wurde.

    Besser: lesbische Frau/Person, schwuler Mann/Person

Queer: Ein Überbegriff für alle Personen, die nicht cis und/oder hetero sind.

Geschlechtsidentität

Trans: Ein Überbegriff für Menschen, die ein anderes Geschlecht haben, als das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Zum Beispiel:

  • Eine trans Frau ist eine Frau, die aufgrund ihres biologischen Geschlechts, also Genitalien und Co, bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurde.

Übrigens: Für viele trans Personen ist es wichtig, ihr Geschlecht durch operative Eingriffe oder Hormonbehandlungen anzugleichen. Wiederum andere lehnen eine medizinische Veränderung ab.

Cis: Ist sozusagen das Gegenstück zu trans. Cis drückt aus, dass eine Person sich mit dem Geschlecht identifiziert, das ihr bei der Geburt aufgrund der Genitalien zugewiesen wurde.

Nichtbinär: Das sind Menschen, die sich weder als Frau noch als Mann identifizieren.

Der Krieg der (Gender)-Sternchen!

Sie werden von vielen geächtet, die Gender-Sternchen – dabei sind sie ganz praktisch. Mit ihnen inkludiert man nämlich Menschen, die sich geschlechtlich nicht verorten (lassen) möchten. Das Sternchen soll Raum für verschiedene Identitäten lassen.

Stolperfallen

Wusstest du, dass es einen Unterschied zwischen Coming-out und Outing gibt?

  • Coming-out: Die Person selbst thematisiert freiwillig und bewusst ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität mit anderen Menschen.
  • Outing: Eine andere Person verrät die Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung eines Menschen ohne die Zustimmung der betroffenen Person.

Eine weitere Stolperfalle ist trans Personen mit Drag Queens zu verwechseln. Drag ist jedoch eine Kunstform und hat nicht zwingend etwas mit der Geschlechtsidentität zu tun.

Die persönliche Bezeichnung hat Vorrang

Wie jemand bezeichnet werden will, ist sehr individuell – und kann auch von der Norm abweichen. Letztendlich fährt man am besten, wenn man die Person fragt, wie sie sich persönlich definiert. Und das gilt es dann zu respektieren und akzeptieren. Eine offene Haltung ist der beste Navigator durch die queere Sprache.

Queere Sprache: ein Schlusswort

Das Ganze ist nicht in Stein gemeißelt. Unsere Sprache wandelt sich stetig. Alte Begrifflichkeiten scheiden aus, dafür werden neue Teil des queeren Sprachgebrauchs. Und das macht es so spannend!

Verwendete Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, Queer-Lexikon

Source: https://www.brigitte.de

Soll ich oder soll ich nicht? Die Entscheidungsfindung ist oft nicht einfach. Wir stellen dir Strategien vor, die dir die Wahl leichter machen sollen.

Entscheidungsfindung: Warum fällt sie uns so schwer?

Unglaublich, aber wahr: Wissenschaftler schätzen, dass wir am Tag 35.000 (!) verschiedene Entscheidungen treffen. Von der Wahl des richtigen Müslis im Supermarkt, bis hin zur Parkplatz-Entscheidung: Unser Gehirn ist ständig damit beschäftigt, Informationen zu verarbeiten und zu beurteilen. Kleinere Entscheidungen handeln wir dabei meistens mühelos. Größere Fragen rund um Finanzen, den Beruf oder die Partnerschaft können aber ganz üble Kopfschmerzen verursachen. Hier fällt die Entscheidungsfindung so schwer, dass wir sie gerne ganz aufschieben. Das bedeutet aber auch, dass wir viel zu lange in Situationen stecken bleiben, die uns nicht glücklich machen.

Warum fallen uns Entscheidungen so schwer? Auch, wenn wir alle unterschiedlich sind und in unterschiedlichen Lebensumständen stecken – hinter der Entscheidungsfindung steckt eine Grundemotion, nämlich Angst. Entscheidungen bringen Veränderungen mit sich. Und die daraus resultierende Unsicherheit schürt Sorgen und macht uns beklemmt.

Wir haben Angst davor…

…etwas Wichtiges zu verlieren. Seien es Beziehungen oder finanzielle Mittel.

…unangenehme Konsequenzen heraufzubeschwören. Zum Beispiel hitzige Konfrontationen.

…Vertrautes aufzugeben. Dies verbinden wir unterbewusst mit einem Verlust an Sicherheit.

Bei manchen Menschen ist diese Angst so stark ausgeprägt, dass sie eine richtige Entscheidungsphobie entwickeln, auch Decidophobia genannt. Betroffene tun dann alles, um Entscheidungen zu vermeiden – denn diese lösen Panikattacken und extreme Angstzustände aus. Damit es nicht soweit kommt, kannst du dir ein paar Tricks aneignen, welche die Entscheidungsfindung einfacher machen.

Entscheidungsfindung: Was uns im Weg steht

Jeder kennt das Gefühl – du möchtest dich entscheiden, aber irgendetwas blockiert dich. Häufig kommen in uns dabei die gleichen Fragen auf, die natürlich mit Angst zusammenhängen.

Löse dich zuerst von diesen drei Blockaden:

  1. Was, wenn ich mich falsch entscheide? Du kannst nur für diesen Moment die richtige Entscheidung treffen. Und wenn es sich für dich jetzt richtig anfühlt, kann es nicht falsch sein.
  2. Was, wenn ich die Entscheidung bereue? Entscheidungen sind keine Sackgassen – du kannst deine Situation in jeder Situation ändern.
  3. Was, wenn ich der anderen Option nachtrauere? Du wirst nie wissen, wohin dich die andere Wahl geführt hätte – vielleicht wärst du in einer viel schlimmeren Situation gelandet. Da du diese Option nie kennen wirst, ist der Vergleich nicht fair.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Die Entscheidungsfindung kann ganz schön stressig werden und Selbstzweifel auslösen. Damit der Prozess in Zukunft angenehmer wird und du schneller dabei wirst, kannst du dich an ein paar gute Entscheidungs-Strategien halten. Folgende Methoden werden dich bei Entscheidungen aller Art unterstützen.

Tipp 1: Nimm dir Zeit für Recherche

Bei der Suche nach der richtigen Wahl treffen wir häufig auf ein Gefühl: Überforderung. Wir fühlen uns von den verschiedenen Optionen wie erschlagen. Das führt häufig dazu, dass wir ein Aufschiebeverhalten entwickeln – und uns einfach gar nicht entscheiden.

Du kannst die Aufschieberitis allerdings umgehen – und zwar durch eine intensive Recherche. Oft fallen uns Entscheidungen schwer, weil wir das Thema noch nicht richtig durchdrungen haben. Musst du dich zum Beispiel zwischen zwei Jobangeboten entscheiden, hilft es, sich im Detail über die Stellen zu informieren. Mach dir alle Vor- und Nachteile bewusst, vom Gehalt bis zum Standort. Dabei wirst du immer mehr Punkte finden, die dich bei deiner Entscheidung in eine bestimmte Richtung lenken.

Tipp 2: Hol dir Feedback in Maßen

Ein guter Rat kann dich in schwierigen Entscheidungssituationen bestärken – das hat sicher schon jeder erlebt. Manchmal können Ratschläge aber auch genau das Gegenteil bewirken und uns verunsichern. Frage dich also immer, von wem du dir Rat einholst. Hat die Person überhaupt genug Erfahrung mit der Sache, um dir eine qualifizierte Meinung geben zu können? Steht für sie dein Wohl im Vordergrund oder ist sie selbst in die Situation verwickelt und denkt an sich selbst?

Hole dir also ruhig Ratschläge von anderen ein, aber verliere dich nicht in den Meinungen der anderen. Du weißt ja: Zu viele gute Köche verderben den Brei – und zu viele gute Ratschläge verwässern dein eigenes Bauchgefühl.

Tipp 3: Mache eine 7 Tage-Challenge

Bei größeren Entscheidungen, die du nicht sofort heute treffen musst, darfst du dir getrost mehr Zeit lassen. Aber am besten nicht ewig – sonst wird die Entscheidung bloß weiter nach vorne geschoben. Setze dir selbst ein Limit. Du könntest dir zum Beispiel eine Woche Zeit nehmen, um eine Wahl zu treffen. Dabei hilft dir eine kleine sieben Tage-Challenge weiter. An jedem Tag fragst du dich:

Wenn ich mich heute entscheiden müsste, wofür würde ich mich entscheiden?

Sammele deine Antworten am besten schriftlich. Am Ende der Woche siehst du dir an, welche Wahl am häufigsten getroffen wurde. Wenn du danach immer noch nicht eindeutig weißt, wie du dich entscheiden sollst, kann du die Challenge noch eine Woche weiterführen. Dann sollte sich ein klares Muster abzeichnen.

Tipp 4: Geh auf Alternativensuche

Hast du wirklich alle Alternativen im Blick? Oft sind wir so fokussiert auf das Problem, dass wir sehr viele Möglichkeiten gar nicht sehen (oder sehen wollen). Dabei kann es dir enorm helfen, wenn du dir wirklich alle Alternativen vor Augen führst.

Bei größeren Entscheidungsthemen kann es daher hilfreich sein, eine kleine Schreibübung durchzuführen:

  • Notiere zuerst das Problem, also die Entscheidungsfrage, um die es geht.
  • Führe jetzt alle möglichen Wahlmöglichkeiten auf, die dir einfallen.
  • Schreibe auch Absurdes oder Unrealistisches auf (manchmal wird dir auffallen, dass diese Möglichkeiten gar nicht so unrealistisch sind, wie sie zuerst scheinen).
  • Sieh dir die Liste am nächsten Tag nochmal an und frage dich, ob noch eine Alternative fehlt.
  • Hinterfrage, mit welcher Alternative du dich aktuell am wohlsten fühlst.

Tipp 5: Analysiere das Pro und das Contra

Die gute alte Pro- und Contra-Liste hat wahrscheinlich jeder schon mal aufgeschrieben. Sie kann dir auch bei der Entscheidungsfindung helfen. Dabei wendest du die Liste auf die möglichen Wahlmöglichkeiten an. Welchen Vorteil bzw. Nachteil hat Option A im Vergleich zu Option B? Auch wenn du dies in Gedanken vielleicht schon durchgegangen bist – manchmal müssen solche Dinge einfach aufgeschrieben werden, um sie dir vor Augen zu führen. Und dann ist die Entscheidung auf einmal ganz offensichtlich.

Tipp 6: Entscheide, wenn du dich gut fühlst

Schlaf erstmal drüber! Das ist der klassische Spruch, wenn es um Entscheidungen geht. Laut Wissenschaftlern macht das tatsächlich Sinn: Wenn du erholt und ausgeruht bist und dich motiviert und fokussiert fühlst, triffst du langfristig gesehen die besseren Entscheidungen. Das konnte ein wissenschaftliches Paper aus dem Jahr 2018 zeigen.

Tipp 7: Schaffe Zeit für die Entscheidungsfindung

Gibt es eine Möglichkeit, dir für eine Entscheidung mehr Zeit zu verschaffen? Unter Zeitdruck neigen wir sonst nämlich dazu, risikofreudiger und nicht mehr rational zu denken (und zu handeln) – das konnten Forscher im Jahr 2017 belegen.

In einer Studie neigten die Teilnehmer dazu, sich bei Finanzthemen unter Zeitdruck für die unsichere Wahl zu entscheiden. Teilnehmer, die mehr Zeit für die Entscheidung hatten, wählten die risikoärmere Option. Das bedeutet: Kurzfristig neigt unser Gehirn dazu, das Risiko vorzuziehen. Das muss nicht unbedingt die schlechte Wahl sein – das kannst du aber erst durch einige Bedenkzeit herausfinden. Plane am besten im Voraus, damit du am Ende genügend Zeit für deine Entscheidung hast.

Bist du zu hastig in Entscheidungsfragen weil du zu ungeduldig bist? Hier findest du heraus, wie du Ungeduld besiegen kannst und geduldiger werden kannst.

Tipp 8: Identifiziere alle Risiken

Wir können nie genau wissen, wo uns eine Entscheidung hinführen wird. Ein paar Risiken können wir bei der Entscheidungsfindung aber dennoch abschätzen, damit wir uns sicherer fühlen.

Frage dich: Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Und kannst du dich damit anfreunden? Es kann hilfreich sein, sich nicht nur das bestmögliche Szenario vor Augen zu führen, sondern auch das negative Outcome zu kennen. So siehst du die Situation am realistischsten und kannst die beste Entscheidung für dich treffen.

Tipp 9: Vermeide die Entscheidungsmüdigkeit

Wie anfangs bereits erwähnt, treffen wir täglich ziemlich viele Entscheidungen. Ist dir schon mal aufgefallen, dass du abends öfter nachgibst und lieber andere entscheiden lässt? Früher oder später kommt uns die sogenannte Entscheidungsmüdigkeit in die Quere. Unser Gehirn ist dann überlastet und möchte Entscheidungen lieber umgehen. Das ständige Denken, Bewerten und Auswählen ist für den Denkapparat ermüdend. Irgendwann streikt das Gehirn und die Selbstdisziplin schwindet.

Das bedeutet auch: Musst du an einem Tag eine wirklich wichtige Entscheidung treffen, solltest du es dir in anderen Bereichen einfach machen. Spare dir deine mentale Kraft lieber für die große Entscheidung auf.

Tipp 10: Entscheiden trainieren

Je öfter du Entscheidungen treffen musst, desto besser wirst du daran. Jede Verhaltensweise ist eine Gewohnheit – das gilt auch für die Entscheidungsfindung. Wenn du besser darin werden möchtest, musst du öfters ganz bewusst entscheiden. Nimm dir zum Beispiel vor, beim nächsten Dinner in zwei Minuten zu entscheiden, was du gerne bestellen möchtest. Und wenn dich jemand fragt, wo ihr euch treffen wollt, entscheidest du und gibst die Entscheidung nicht an die andere Person ab. Das sind kleine Übungen, die dich langfristig viel sicherer in Entscheidungsangelegenheiten machen.

Diese zehn Tipps können dir bei der Entscheidungsfindung helfen. Weitere Themen rund um Persönlichkeit und Karriere findest du auch in der BRIGITTE Community. Schau doch mal vorbei!

Verwendete Quellen: Ariely, D. (2000). Controlling the information flow: Effects on consumers’ decision making and preferences. Journal of Consumer Research, 27(2), 233-248; Baumeister, R. F., Tice, D. M., & Vohs, K. D. (2018). The strength model of self-regulation: Conclusions from the second decade of willpower research. Perspectives on Psychological Science, 13(2), 141-145; Gärling, Tommy & Kirchler, Erich & Lewis, Alan & van Raaij, Fred. (2009). Psychology, Financial Decision Making, and Financial Crises. Sustainable Investment Research Platform, Sustainable Investment and Corporate Governance Working Papers. 10. 10.1177/1529100610378437.

Source: https://www.brigitte.de

Eine Partnerschaft ist eine Garantie für Sex? Schön wär’s! Viele Paare schlafen eher neben- statt miteinander, ohne wirklich zu wissen, warum. Die häufigsten Gründe für sexuelle Durststrecken in der Beziehung …

Sex macht glücklich, gesund, erfolgreich, stärkt Bindung und Intimität in der Partnerschaft und ist dem Fortschritt in unseren Köpfen sei Dank längst nichts mehr, über das man nicht spricht oder für das man sich schämt.

Im Grunde genommen gibt’s mittlerweile in Bezug auf Sex fast nur noch ein Tabu: Keinen zu haben. Besonders, wenn man in einer Beziehung steckt. (Natürlich kann man genauso gut als als Single ein erfülltes Sexleben haben, aber das nur am Rande). Tja, und genau das ist jetzt irgendwie blöd. Viele Paare erleben nämlich früher oder später eine sexuelle Durststrecke in ihrer Partnerschaft und denken dann, sie sind damit allein oder machen etwas “falsch”.

Doch wie z. B. Sex-Therapeutin Shannon Chavez gegenüber der “HuffingtonPost” sagte, sei es sogar eher die Regel als die Ausnahme, dass das Sexleben in Partnerschaften mit der Zeit einschläft. Nicht, weil im Alter automatisch die Lust nachlässt – viele Menschen haben Lust auf Sex, solange sie leben. Auch nicht, weil sie sich nicht mehr lieben oder schlecht zusammenpassen. Oft liegen die Gründe für eine Sexflaute einfach nur in festgefahrenen Gewohnheiten oder Alltagsstrukturen und ließen sich relativ leicht beheben, wäre man sich ihrer bewusst. Daher haben wir die häufigsten hier für euch zusammengestellt – just in case …

8 häufige Gründe, warum Paare keinen Sex (mehr) haben

1. Stress

Job, Kinder, Haushalt – neben den Herausforderungen des Lebens wird Sex für viele Paare im Alltag zur Nebensache. Anfangs schieben sie ihn vielleicht hier und da noch dazwischen, wenn’s passt. Doch mit der Zeit wird das irgendwie anstrengend und der Anreiz zu gering (weil natürlich liebloser Sex aus Pflichtgefühl nicht sooo geil ist). Entgehen könnte man der stressbedingten Sexlosigkeit z. B., indem man von Anfang an gezielt Zeit für Sex einplant und diese noch dazu bewusst nutzt, um Stress zu reduzieren und abzubauen.

2. Psychische Probleme

Ängste, Depressionen, traumatische Erlebnisse – psychischer Ballast lässt sich im Beziehungsalltag vielleicht bewältigen. Doch aufs Sexleben wirkt er sich in der Regel mit voller Wucht aus. Wenn einer der Partner mit einer seelischen Störung zu tun hat, helfen zwar keine Sex-Tipps – aber eine Therapie!

3. Zu wenig Kommunikation

Muss man wirklich immer über alles reden? Nö! Aber über Sex am besten schon, jedenfalls mit dem Partner. Wenn sich Paare nicht offen und ehrlich über ihre sexuellen Bedürfnisse und Vorlieben austauschen können, leidet darunter häufig die Harmonie im Bett (mindestens für eine Person) und die Lust geht verloren.

4. Mangelnde Selbstliebe

Wer sich selbst nicht gerne hat und z. B. mit dem eigenen Körper unzufrieden ist, hat meist auch Probleme, sich beim Sex fallenzulassen und voll und ganz hinzugeben. Das hemmt den Genuss, killt die Lust und nimmt dem Geschlechtsverkehr damit letztlich einen Großteil seines Sinns. Immerhin: Selbstliebe lernen hilft in jeder Lebenslage – nicht nur in der waagerechten …

5. Unterschiedliche Bedürfnisse

Kommt auch oft vor: Die Partner haben so unterschiedliche sexuelle Vorlieben und Fantasien, dass Kompromisse im Bett meist eher beide frustrieren als befriedigen. Da hilft nur eines: Abwechseln, wer den Ton angibt …

6. Unrealistische Erwartungen

Nicht, dass wir hier schlechte Stimmung machen wollen – aber die Mainstream-Porno-Industrie hat im Hinblick auf echte Sexbeziehungen ganz schönen Schaden angerichtet. Es haben nun mal nicht alle Frauen pralle Brüste und ständig Lust, sich einen Penis in den Mund zu stecken. Und der Durchschnittsmann kommt manchmal zu schnell und hat selten ein Stehvermögen wie der Sex-Gott im Porno. Doch krieg die überzogenen Erwartungen erstmal raus aus den Tiefen der menschlichen Hirnwindungen, in die sie sich im Laufe der pubertären Selbstaufklärung eingenistet haben …

7. Beziehungsprobleme

In Serien und Filmen funktioniert das immer so super, dass sich ein Paar mit heißem Sex verträgt und einen Konflikt beilegt – doch im echten Leben geht das nur selten. In Wahrheit müssen die meisten Beziehungskrisen bewältigt werden, damit es im Bett wieder läuft. Naja, dann weiß man immerhin, wofür man sich den Problemen stellt.

8. Eintönigkeit

Wie geht noch das alte Lied? Ach ja, so: Alles, woran wir uns gewöhnen, verliert dadurch seine Besonderheit und wird mit der Zeit selbstverständlich, man könnte auch sagen, langweilig. Und was langweilig ist, verliert seinen Reiz. Genau deshalb sind Experimentierfreude und Abwechslung im Bett so wichtig.

Videotipp: Das sind die besten Sexstellungen für müde Menschen

Source: https://www.brigitte.de

Insbesondere im Winter ist unsere Haut häufig fahl, blass und trocken. Doch statt der 100. Creme-Schicht, lenken wir unseren Blick nach Fernost. In Korea trotzt man der Winterhaut mit dem “Juice Skin”-Trend – wir erklären, was dahinter steckt. 

Die Auswirkungen von Heizungsluft, kalten Temperaturen und der falschen Pflege wird uns spätestens beim Blick in den Spiegel vor Augen geführt: Unsere Haut wirkt insbesondere in den Wintermonaten blass und alles andere als frisch. Die geliebte Strahlkraft und ein pralles Hautgefühl, wie wir es vielleicht noch vom Sommer kennen, ist dahin. Doch eine Lösung naht: Mit dem sogenannten “Juice Skin”-Trend aus Korea reaktivieren wir in nur fünf Schritten den Glow unserer Haut. 

So funktioniert der “Juice Skin”-Trend

1. Step: Die Haut peelen

Ziel des Trends ist es, die Haut in ein perfektes Öl-Wasser-Gleichgewicht zu bringen. Dafür muss zuerst eine richtige Grundlage geschaffen werden, indem du deine Haut einmal die Woche mit einem Peeling behandelst. Dadurch werden alte Hautschüppchen entfernt und deine Haut ist für die darauffolgende Pflege aufnahmefähiger.

2. Step: Doppelte Reinigung

Ein Fehler, den die meisten von uns bei der Reinigung machen, ist, zu Produkten wie Mizellenwasser oder Reinigungstücher zu greifen. Warum? Sie sind schlichtweg zu aggressiv. Sie entfernen zwar das Make-up, allerdings auch wichtige Proteine der Haut. Besser ist es daher, in einem ersten Schritt auf eine sanfte Reinigungslotion zu setzen, die nicht schäumt und auf Ölbasis hergestellt wurde. In einem zweiten Schritt kannst du dann zu einem schäumenden Produkt auf Wasserbasis greifen.Die Lieblingsteile der Redaktion

3. Step: Toner

Diejenigen unter uns, bei denen der Toner bereits einen festen Platz in der täglichen Beauty-Routine hat, wissen um seine positiven Eigenschaften: Er klärt, gleicht den pH-Wert aus und bereitet die Haut optimal auf die nachfolgende Pflege vor. Nachvollziehbar, dass der Toner also auch beim “Juice Skin”-Trend einen hohen Stellenwert hat. Die Handhabe ist relativ einfach: Je nach Produkt sprühst du deinen Toner auf die Haut oder trägst ihn mit einem Wattepad auf. Unser Tipp: Für den ultimativen Glow sollte dein Toner Hyaluronsäure und Kollagen enthalten. 

4. Step: Serum

Zugegeben, die Ampulle ist klein und wirkt irgendwie mickrig – doch der Schein trügt. Dahinter versteckt sich eine hochkonzentrierte Pflege-Power für unsere Haut, die wir jetzt in der kalten Jahreszeit mehr als dringend benötigen. Hier ist allerdings ein wenig Recherche von Nöten. Denn das Serum sollte in jedem Fall individuell auf deine Hautbedürfnisse angepasst sein. Neigt deine Haut beispielsweise zu kleinen Pickelchen, wähle ein Serum mit Salicylsäure, Sulfur, Phytinsäure und Farnesol. Bei fahler Haut sorgt ein Serum mit Vitamin C für den ultimativen Frischekick. Serum fürs Gesicht

5. Step: Abschlusspflege

Ähnlich wie bei der Reinigung, wird auch die Abschlusspflege in zwei Schritten aufgetragen. Zuerst trägst du eine Creme auf, die die Haut hydratisiert, von innen mit Feuchtigkeit versorgt und zudem Antioxidantien sowie entzündungshemmende Komplexe enthält. In einem zweiten Schritt versiegelst du deine Haut – das macht deine “Juice Skin” haltbar und verschafft dir einen Glow für den ganzen Tag. Dies geschieht am besten mit einem Moisturizer auf Ölbasis, der nicht komedogen ist. Diese Produkte weisen meistens eine leichtere Textur auf oder enthalten weniger fette Öle, um das Auftreten von störenden Mitessern (Komedonen) zu verhindern.

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Ein absoluter Beauty-Geheimtipp ist Karottenöl. Es soll die Haut klären, vor Sonne schützen und kaputte Haarspitzen reparieren.

Rübe, Würzel, Möhre oder Karotte? Egal – Hauptsache, sie macht schön!

Die gute alte Möhre kennen wir als Sehschärfer, dass sie aber Haut und Haar genauso gut tut, ist weitestgehend unbekannt. Karottenöl wird in der Kosmetik gern als Inhaltsstoff für Körper- und Gesichtshaut genutzt, seine Carotine für ihren reparierenden Effekt geschätzt. Es steckt in Hautmasken, Cremes, Gesichtsöl und Haarprodukten. Als Hautpflege gegen Pickel findet es den häufigsten Einsatz. Für die Kosmetik wird das Öl aus dem Samen der wilden Möhre gewonnen. Dabei wird nur die Wurzel der Möhre zur Gewinnung des Öls genutzt.

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Karottenöl für die Haut: Zellschutz in Orange

  • Die in der Karotte steckenden Carotine haben einen zellschützenden Effekt, sie sind Antioxidantien. Ihr Provitamin A ist wichtig für die Zellerneuerung der Haut. Merke: Unbedingt in unsere Anti-Aging-Pflege integrieren.
  • In einer Pflanze haben Carotine die Aufgabe, bei der Photosynthese mitzuwirken und das Gewächs vor den Konsequenzen durch schädliche UV-Strahlen zu schützen. Karottenöl als reinen UV-Schutz einzusetzen, wäre grob fahrlässig, aber die Möhre gilt als prima Helfer in der natürlichen Sonnenpflege.
  • Fettige und unreine Haut schätzt die Inhaltsstoffe der Rübe! Denn sie wirkt regulierend, unterstützt das Abklingen von Entzündungen und kann so unreine Haut klären. Außerdem hat sie eine leicht austrocknende Wirkung, weshalb fettige Haut von ihr profitieren kann.
  • Die leicht färbende Wirkung, die das Öl auf die Haut hat, kann ein natürlicher Selbstbräuner sein. Ob die Färbung der Haut natürlich wirkt, hängt vom Hauttyp ab. Wer damit experimentieren möchte, sollte außerhalb des Gesichts damit anfangen. Schließlich wollen wir nicht zum Donald-Trump-Look-alike werden, sondern nur unserem Teint ein Sommerstrahlen verpassen.

Karottenöl für die Haare

Karottenöl eignet sich prima für die Pflege kaputter Haarspitzen. Außerdem soll es positiv auf Haarverlust wirken – Studien dazu existieren allerdings nicht.

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Ein DIY-Rezept gegen Spliss:

Karottenöl leicht anwärmen, in die Haarspitzen einmassieren, 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und gründlich mit warmem Wasser ausspülen sollten. Wichtig: Das Karottenöl nicht auf der Kopfhaut anwenden, denn die Carotine verfärben sie – was vor allem bei hellem Haar irritiert.

Karottenöl selber machen – so geht’s

Reines Karottenöl bekommt ihr sogar im Drogeriemarkt (z.B. von Diaderma). Es ist aber auch gar nicht so kompliziert, Karottenöl selber herzustellen. Ihr braucht:

  • 20 ml kaltgepresstes Sesamöl (es geht auch Jojobaöl oder Mandelöl)
  • eine geriebene Karotte (am besten aus biologischem Anbau)
  • ein großes verschließbares Glas
  • eine sterile Glasflasche (vorher auskochen)
  • einen Topf
  • ein Küchentuch oder ein sauberes Geschirrtuch

Und so geht es: Sesamöl und eine geraspelte Möhre in das verschließbare Glas geben und ab ins heiße Wasserbad geben. So lange erhitzen bis die Raspeln weich sind und das Öl orange eingefärbt ist. Das Mischung durch ein sauberes Geschirrtuch seihen und in die Aufbewah­rungs­flaschen einfüllen.

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Source: https://www.brigitte.de

“Liebe ist, was dich lächeln lässt, wenn du müde bist”, sagte der Schriftsteller Paulo Coelho einst. Aber machen Beziehungen wirklich immer glücklich? Diese Frauen erzählen, wieso sie ohne Partner glücklicher sind.

Das erste Date, der erste Kuss, Schmetterlinge im Bauch: Verliebt sein ist wunderschön – aber nicht für jeden. Sieben Frauen erzählen anlässlich des internationalen “Singles’ Day” gegenüber dem Portal “timesofindia.indiatimes.com” anonym, warum sie als Single glücklicher sind, als in einer Beziehung.

1. “Mehr Zeit für mich selbst”

“Ich bin eine 30 Jahre alte berufstätige Frau, die derzeit alleinstehend und überhaupt nicht bereit ist, zu daten. Nicht, dass ich noch nie in einer Beziehung gewesen wäre. Tatsache ist, dass ich bereits in mehreren Beziehungen war. Aber ich habe mich nie besser gefühlt, auch nicht in einem Alter, in dem ich verheiratet sein und ein Kind haben sollte – zumindest nach den Regeln der Gesellschaft. Es gab eine Zeit, in der ich anderen Menschen und Dingen Vorrang einräumen musste, aber jetzt habe ich mehr Zeit für mich selbst und ich fühle mich nicht schuldig, die Dinge so zu tun, wie ich es will.”

2. “Ich kann mit meinen Freunden abhängen, wann ich will”

“Wer braucht einen Partner, wenn man erstaunliche Freunde hat. Im Laufe der Jahre ist mir klar geworden, wie uns das Leben in einer Beziehung die Bindung, die wir früher mit unseren Freunden hatten, wegnimmt. Aber jetzt, da ich Single bin, habe ich nicht nur mehr Zeit für mich selbst, sondern kann auch mit meinen Freunden abhängen – ohne dass ich mir von irgendjemanden eine Erlaubnis einholen muss.”

3. “Ich konzentriere mich auf meine Ziele”

“In einer Beziehung fühlte ich mich immer in einer Ecke, in der ich mich zwischen meinen Zielen und meiner Beziehung entscheiden musste. Es war nie ein gutes Gefühl, weil beides für mich wichtig war. Mit der Zeit begann ich jedoch, meinen Wert zu erkennen und zu verstehen, wie mich meine Beziehung von innen heraus erstickte. Als ich ledig und unabhängig wurde, konnte ich mich mehr auf meine Ziele und Bestrebungen konzentrieren, anstatt sie für andere kompromittieren zu müssen.”Ein Single-Leben in Bildern Partnersuche (1119313)

4. “Ich habe meinen eigenen Wert erkannt”

“Wenn Sie in einer Beziehung sind, müssen Sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für Ihren Partner denken. Das mag zwar normal erscheinen, ist aber extrem anstrengend. Aber da ich schon seit geraumer Zeit Single bin, habe ich meinen eigenen Wert erkannt und einen Schritt in Richtung Selbstwachstum gemacht.”

5. “Die wichtigste Beziehung ist die zu mir selbst”

“Ich bin Ende 20 und jetzt ist die Zeit, in der die Menschen anfangen, viel von einer Frau zu erwarten. Vom Verheiratet-Sein bis zum Kinderkriegen – das sind die Anforderungen, die eine Frau erfüllen muss. Deshalb hat mich der Gedanke, allein zu sein, immer erschreckt und gequält. Single zu sein, ist eine Reise, vor der ich immer Angst hatte. Aber jetzt, da ich jeden Teil davon lebe, habe ich erkannt, dass die wichtigste Beziehung in meinem Leben die zu mir selbst ist – und nichts ist größer als diese.”Wieso es fantastisch ist, im Herbst Single zu sein

6. “Ich habe mich von den Erwartungen der Gesellschaft frei gemacht”

“Meiner Meinung nach sollte das Single-Dasein eine Wahl sein und nicht als etwas Mangelhaftes angesehen werden. Als Frau habe ich immer das Gefühl gehabt, dass es unnormal ist, ledig zu sein, weil die Gesellschaft etwas anderes von uns verlangt. Aber jetzt, da ich Single bin, empfinde ich es als befreiender. Wir Frauen sind viel besser in der Lage, unsere Träume zu verwirklichen als Männer, aber obwohl die Mentalität der Menschen so restriktiv ist, benachteiligt sie uns umso mehr.”

7. “Seit einer gewaltvollen Beziehung weiß ich, wie wertvoll es ist, unabhängig zu sein”

“Es waren fast zwei Jahre physischer und psychischer Missbrauch, nachdem ich all meinen Mut zusammengenommen und beschlossen habe, zu gehen. Nur diejenigen, die die gleiche Grausamkeit erlebt haben, werden jemals meinen Schmerz verstehen. Und deshalb werdet ihr, wenn ihr schon einmal in einer missbrauchenden Beziehung wart, erst dann wissen, wie wertvoll es ist, ledig und unabhängig zu sein. Ich glaube, ich habe mich einfach zu sehr an das Leben des Kompromisses gewöhnt. Aber jetzt, da ich darüber hinweg bin, bin ich glücklicher.”

Verwendete Quellen: timesofindia.indiatimes.com

Source: https://www.brigitte.de

Bei deutschen Exportschlagern denken die meisten an Autos und Maschinenteile. Dabei erlebt gerade eine ganz andere Branche einen regelrechten Boom im Ausland: Kosmetik made in Germany.

Der Hype hat in Korea begonnen: Ob in Magazinen oder auf Social-Media-Kanälen – fast überall wurden vor drei, vier Jahren unter dem Schlagwort “K-Beauty” lustige Schaummasken und 10-Schritte-Pflege-Routinen gefeiert. Dann ging die Reise weiter nach Japan. An “J-Beauty” faszinierten alte Pflege-Traditionen mit für uns neuen Doppelreinigungs- und Befeuchtungsritualen. Und nun? Nun rufen Blätter wie die “New York Times” doch tatsächlich das Zeitalter der “G-Beauty” aus. G für Germany. Die Beliebtheit deutscher Kosmetik spiegelt sich auch im Umsatz wider: Mehr als neun Prozent Wachstum im Export vermeldet der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel für die Kosmetikindustrie im vergangenen Jahr. Und das, obwohl wir im Ausland ja eher für Natürlichkeit als für große Kosmetik-Kultur stehen. Aber in Zeiten, in denen die Menschen weltweit für Klimaschutz auf die Straße gehen, überall Biomärkte aus dem Boden sprießen und beinah alle Unternehmen versuchen, sich einen cleanen, natürlichen Anstrich zu verpassen, ist das vielleicht doch gar nicht so verwunderlich.

Viel Erfahrung mit Natürlichkeit

Deutschland ist tatsächlich reich an exportstarken Naturkosmetik- und Heilkunde-Marken, etwa Weleda, Lavera, Dr. Hauschka, Primavera, Annemarie Börlind oder Kneipp. “Wir haben den reifsten und größten Naturkosmetikmarkt Europas. So viel langjährige Erfahrung gibt es nirgendwo sonst”, sagt Elfriede Dambacher, die als Branchenkennerin Naturkosmetikfirmen von Berlin bis New York berät. “Und das kommt uns jetzt weltweit zugute aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach milderen und natürlicheren Produkten.”

Hilfreich ist natürlich auch, wenn sich Prominente wie Jennifer Aniston und Julia Roberts öffentlich zu ihrer Liebe zu Naturkosmetik von Dr. Hauschka bekennen. Auch die Skin-Food-Linie von Weleda ist Dank der Empfehlung von Promi-Make-up-Artisten und deren Klienten in den USA schon Kult. Bereits mehr als 80 Prozent des Wachstums erzielt Weleda mit Naturkosmetik außerhalb deutschsprachiger Länder. Allein in den USA ist das deutsch-schweizerische Unternehmen 2018 um fast 37 Prozent gewachsen. “Zwar wurde der Geschäftsbericht 2019 noch nicht präsentiert, aber der Trend dürfte weiter nach oben zeigen”, sagt Tassja Dâmaso, PR-Managerin bei Weleda. “Wir stehen seit jeher für echte Naturkosmetik und hohe Qualität, aber der G-Beauty-Trend spielt uns sicherlich auch in die Karten.”

Chinesen misstrauen eigenen Produkten

Vom hohen Ansehen der deutschen Naturkosmetiktradition profitieren auch jüngere Unternehmen wie die Nahrungsergänzungsmarke Ogaenics. Das 2016 von den Hamburgerinnen Suse Leifer und Claudia Seehusen gegründete Unternehmen setzt auf Supplements aus Biopflanzen. Schon kurz nach dem Launch der ersten Produkte 2016 bekamen sie eine Anfrage aus Hongkong. Brenda Lee, Gründerin von Beyorg, der mit acht Filialien führenden Naturkosmetikkette Hongkongs, ist schon lange auf der Suche nach einer Supplement-Marke aus Europa, um ihr Sortiment zu erweitern. Leifer und Seehusen sagten begeistert zu. Inzwischen macht das Geschäft in Hongkong und China bereits 30 Prozent des Umsatzes von Ogaenics aus.

“Nahrungsergänzungsmittel sind in China und Hongkong ein großes Thema”, erzählt Leifer. “Die Chinesen leiden sehr unter der starken Umweltverschmutzung in ihrem Land, aber misstrauen ihren eigenen Produkten. Die Tatsache, dass wir made in Germany sind, bildet neben unserer Qualität also sicher die Grundlage unseres Erfolgs dort.” Dass das Vertrauen in deutsche Produkte in Asien größer ist als in die eigenen, zeigt auch der rege Handel mit dem Koffeinshampoo Alpecin in chinesischen Onlineshops. Volles Haar ist chinesischen Männern nämlich ausgesprochen wichtig. Deshalb wird das Shampoo teilweise sogar in großen Mengen in Deutschland eingekauft und dann in China zu überteuerten Preisen verkauft – zusammen mit der deutschen Drogerie-Quittung, als Beweis für die Herkunft.

Um für den Ansturm aus China gewappnet zu sein, haben Drogerien wie die im Frankfurter Hauptbahnhof bereits ihren Vorrat massiv aufgestockt. Und das, obwohl es Alpecin bereits regulär in China zu kaufen gibt. “Es geht darum, deutlich zu machen, dass alle unsere Produkte, die im Ausland im Regal stehen, made in Germany sind”, sagt Eduard Dörrenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dr. Wolff, zu der Marken wie Alpecin, Plantur und Linola gehören. Um die Expansion in Asien voranzutreiben, ist Dörrenberg für vier Jahre mit seiner Familie von Bielefeld nach Singapur gezogen. “2018 konnten wir unser Geschäft dort im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Und auch in diesem Jahr sieht es in China, aber genauso in Osteuropa nach einem weiteren Rekordergebnis aus.” Wie er sich den großen Erfolg erklärt? “Mit unserer Effektivität. Wir stehen für German Engineering. Damit werben wir international on- und offline.”

Punkten mit deutscher Gründlichkeit

Womit wir neben unserer Naturkosmetik-Tradition im Ausland nämlich noch punkten, ist die Sicherheit unserer Produkte. “Wir sind sehr gut strukturiert, deshalb sind hier auch so viele Zertifikate und Siegel entstanden”, sagt Branchenexpertin Dambacher. “G-Beauty hat so einen hohen Wert in der Welt, weil wir die Dinge seriös und gründlich machen. Natürlich profitieren wir da auch ein bisschen von Klischees.” Welche Creme Dermatologen in den USA am liebsten empfehlen? Eucerins “Aquaphor Repair Salbe”, 55 000 Stück verkauft die Hamburger Beiersdorf-Tochter täglich in den USA. Die Verbindung aus Effektivität, Knowhow und natürlichen Inhaltsstoffen funktioniert auch ganz ausgezeichnet im Luxussegment.

Marken deutscher Ärzte und Wissenschaftler, beispielsweise die von Dr. Barbara Sturm, Royal Fern und Dr. Augustinus Bader, verkaufen sich trotz hoher Preise wie geschnitten Brot. Selbst in Luxushotels von Dubai bis New York lassen sich Anwendungen made in Germany buchen, unter anderem von Dr. Babor. “In den USA und Asien sorgen unsere Ampullen gerade für Aufsehen, unsere Grand-Cru-Ampullen-Edition konnte im vergangenen Jahr den Asia Spa Award gewinnen als bestes neues Produkt”, erzählt Michael Schummert, Geschäftsführer von Dr. Babor. “Wir waren bisher mit dem Absender made in Germany eher zurückhaltend in der Kommunikation. Wie gut das ankommt, darauf haben uns erst unsere Kollegen in den USA aufmerksam gemacht.”

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Ein Teint, so frisch und sonnig wie der Frühling – mit Power-Peelings und Profi-Treatments. Wir testeten Wirkstoffe fürs Home-Spa und Kosmetik-Behandlungen.

Jeden Tag stößt unsere Haut mehrere Hunderttausend abgestorbene Hautzellen ab und bildet neue. Und alle vier Wochen etwa erneuert sie sich komplett. Doch je älter wir werden, desto langsamer läuft dieser Prozess, und auch äußere Einflüsse wie Sonne, fehlende Feuchtigkeit oder eine gestörte Talgproduktion können diesen Vorgang behindern. Die Folgen: Die alten Hautschüppchen verstopfen die Poren, der Teint wirkt fahl und müde. Peeling-Produkte und Profi-Behandlungen können der Haut dann helfen. “Sie befreien von Verhornungen und abgestorbenen Zellen und machen sie gleichzeitig aufnahmefähiger für nachfolgende Pflege”, so Dr. Christian Merkel, Dermatologe im Haut- und Laserzentrum an der Oper in München. In der Redaktion haben wir unterschiedliche Treatments beim Profi getestet. Und zu Hause Peelings ausprobiert, mit denen man die Hauterneuerung zweimal die Woche anregen kann, um einen frühlingsfrischen Glow zu bekommen. Peeling-Trends mit natürlichen Zutaten fürs Home-Spa und professionelle Hightech- Methoden im Überblick:

Radiofrequenz- Needling:

Nicole Lötters, stv. Beauty Director, wünscht sich eine straffere und strahlendere Haut mit Langzeiteffekt, aber ohne Skalpell.

Was soll das?

Hauterneuerung, Gesichtsstraffung, feinere Poren, Anti-Aging, Narbenbehandlung – Needling ist vielseitig und hält länger als ein Peeling. Durch mikrofeine Nadeln werden die oberen Hautschichten und tiefer liegenden Kollagen- fasern stimuliert, sich frisch und neu zu bilden. Eine zusätzliche Wärmebehandlung mit Radiofrequenzwellen (RF) verstärkt den Effekt. (Microneedling braucht 8 Termine; RF-Needling nur 3)

Wie war’s für dich?

260 Mal sticht ein Gerät einen Dermastempel mit 64 Nadeln in mein Gesicht! Aber ganz ehrlich: Davon habe ich nichts gemerkt! Denn etwa 40 Minuten vor der Behandlung wird eine Betäubungscreme aufgetragen, das Gesicht fühlt sich danach ein bisschen wie eingefroren an. Das Needling selbst dauert höchstens 10 Minuten. Meine Ärztin hat jeden “Shot”, so heißt es, wenn der Stempel in die Haut “schießt”, zwischen 0,7 und 3 mm individuell auf mich eingestellt, professionell eben! Anschließend noch eine leichte Salbe, und schon kann ich mit roten Streifen im Gesicht in die U-Bahn (okay, ich hätte auch eine Abdeckcreme bekommen können…). Am nächsten Tag: “Wow, deine Fältchen sind voll gemildert!”, sagt meine kritische Beauty-Kollegin. Ich schiebe mein Aussehen eher auf die leichte Schwellung, die ich nach der Behandlung habe. Denn einen Effekt soll man erst nach rund drei Wochen sehen – solange arbeiten die Zellen daran, neue, feinporige und straffe Haut wachsen zu lassen. Ansonsten ist mein Gesicht nur noch gleichmäßig zart gerötet. Sport, Sauna und alles andere, was den Kopf gut durchblutet, ist nach der Behandlung drei Tage lang verboten. Etwa nach einer Woche löst sich die leichte Verschorfung, darunter: ganz weiche Haut. Nach drei bis vier Wochen wiederhole ich das Treatment, denn man vereinbart in der Regel zwei bis drei Needlings, was sich sichtlich lohnt. Gerade zarte Fältchen auf der Stirn und um den Mund sind gemildert und meine Kinnpartie hat einen Push bekommen.

Würdest du es noch mal machen?

Auf jeden Fall! Das war wie ein kleines, natürliches Lifting, inklusive zarter Haut. Für den schnellen Glow würde ich einfach nur ein Peeling wählen. Aber um der Haut einen lang anhaltenden Motivationskick zu geben, ist Needling mega. Einen Auffrischungstermin nach etwa einem Jahr möchte ich auf jeden Fall machen! Auf den Abend werde ich den Termin auch wieder legen, um nicht mit roten Streifen ins Büro zu müssen.

Wo hast du es gemacht?

In der Medical-Beauty-Praxis Bellari Hamburg, Dr. Irina Izmaylova. Kosten: 990 Euro für 3er-Kur, www.bellari.de

Fahler Teint: Hände
© Keith Schofield

Mikrodermabrasion

Merle Rebentisch, Head of Beauty, will möglichst sanft ihren Winter-Grauschleier loswerden.

Was soll das?

Das Peeling mit Mikrokristallen soll intensiv, aber schonend das Hautbild verfeinern und Hornzellen abtragen. Dafür werden feinste Kristalle – ähnlich wie beim Sandstrahlen – mit einem speziellen Gerät und sanftem Druck auf die Haut aufgebracht. Diese Behandlung befreit die Poren, um die Haut aufnahmefähiger zu machen für Wirkstoffe. Durch den durchblutungsfördernden Reiz sollen außerdem die Zellen angeregt werden, neues Kollagen und Elastin zu produzieren.

Wie war’s für dich?

Ich habe sehr empfindliche Haut und war deshalb auf der Suche nach einem schonenden Treatment. Ich bin großer Fan von Peeling-Behandlungen, obwohl ich mit meiner sensiblen Haut dabei auch schon einige schlechte Erfahrungen machte. Die Mikrodermabrasion bei Reviderm beginnt mit einem sanften Enzympeeling, das spaltet die abgestorbenen Zellen und bereitet meine Haut vor. Der Vorgang an sich geht dann recht schnell. Aus dem Skin-Peeler, der aussieht wie ein großer Stift, schießen die feinen Mikrokristalle auf meine Haut. Die Kosmetikerin fährt mit dem Gerät langsam über Stirn, Wangen und Kinn. Das fühlt sich angenehm an, ich spüre nur ein ganz leichtes Prickeln.

Besonders gründlich wird bei mir die T-Zone bearbeitet, an meinen empfindlichen Wangen wird der Kristallstrahl etwas weicher eingestellt. Hals und Dekolleteé müssen bei mir ausgespart werden, da sich meine Haut dort sofort rötet. Es folgt eine beruhigende Ultraschallbehandlung mit wirksamen Pflegestoffen. Da meine Behandlung am Abend ist, trägt die Kosmetikerin mir direkt eine Nachtpflege auf, ich schminke mich auch nicht mehr. Trotz Treatment bin ich kein bisschen rot. Und meine Haut? Die fühlt sich richtig gut an! Super glatt und ganz weich, die Poren sind gereinigt und wirken feiner. Selbst meine kleinen Mitesser auf der Nase sind weg. Sonne, Sport oder Schwitzen ist in den nächsten 24 Stunden verboten. Dass meine Haut arbeitet, merke ich an den nächsten Tagen, doch sie bleibt ebenmäßig und strahlt ganz frisch.

Würdest du es wieder machen?

Ja, ich würde mir am liebsten einmal im Monat Zeit nur für mich gönnen – und bei dieser Behandlung lässt es sich super abschalten. Auch das Ergebnis überzeugt mich: Mein Hautbild wirkt deutlich feiner und frischer.

Wo hast du es gemacht?

Reviderm Skinmedics in Hamburg, Jana Dobric. Kosten: mit anschließender Ultraschallbehandlung ca. 155 Euro, www.reviderm-skinmedics-hamburg.de

Jetpeel

Charlotte Schwarck, Redakteurin, will ihrer Haut eine schnelle, aber effektive Frischekur gönnen.

Was soll das?

Porentiefe Reinigung, ein besseres Hautbild und das Glätten kleinerer Falten, wunderbar! Aber auch Akne und Hyperpigmentierung können mit dem Jetpeel gezielt behandelt werden. Diese Methode kommt aus der Luft- und Raumfahrt und wurde der Düsenjet- antriebstechnik nachempfunden. Mit 720 km/h wird ein Wasser-Gas-Gemisch aus Mini-Düsen auf die Haut gestrahlt und trägt so schonend die obere Hautschicht ab. Gleichzeitig wird Sauerstoff in die Dermis gebracht. Der kühlende Effekt regt die Durchblutung an, die Haut wird aufnahmefähiger für Wirkstoffe wie Glykolsäure, Hyaluronsäure oder Vitamine.

Wie war’s für dich?

Die Behandlung fühlt sich tatsächlich wie eine Hochdruckreinigung für das Gesicht an – sehr kalt und gleichzeitig auch ein wenig nass. Augen und Mund presse ich, dank Tipp der Kosmetikerin, fest zu, denn die Kochsalzlösung kann leicht in den Augen brennen. Zuerst wird mein Gesicht gereinigt, dann folgt eine Lymphdrainage, auch mit dem Jet-peel-Stift. Damit wird das Lymphsystem angeregt, Stauungen unter der Haut abzutransportieren. Das hilft gegen Schwellungen im Gesicht, auch an dieser Maßnahme erkennt man die professionelle Behandlung. Aus kleinen Düsen schießt dann die Kochsalzlösung auf meine Haut, alte Hautschüppchen und Verhornungen werden durch den Hochgeschwindigkeitsstrahl einfach weggeputzt. In der nächsten Runde wird der Strahl mit Glykolsäure angereichert, die bereitet meine Haut auf eine klassische Ausreinigung per Hand vor. In den letzten Runden werden, wieder mit dem Jetpeel-Stift, verschiedene Wirkstoff- seren in die Hautschichten geschleust. Sie variieren, je nach Hauttyp und -zustand. Kosmetikerin Katja Radtke empfiehlt bei meiner Haut Hyaluronsäure, Vitamin A, C und E. Zur Beruhigung bekommt mein Gesicht für 15 Minuten eine Collagen-Vliesmaske aufgelegt. Und danach? Beim Blick in den Spiegel fällt mir sofort der neue Glow auf. Fazit: Meine Haut hat das Jetpeel super vertragen, ist gar nicht gerötet, sondern zart und prall. Und auch mein Hautbild wirkt feiner. Außer leichter BB-Cream lasse ich den ganzen Tag über nichts mehr an mein Gesicht. Und selbst ungeschminkt zurück in der Redaktion sprechen mich die Kolleginnen auf meinen strahlenden Teint an.

Würdest du es wieder machen?

Ja! Es ist wie ein Großreinemachen für den Teint. Die Haut fühlt sich sauber und zart an. Das Beste: der Soforteffekt. Man kann sich umgehend verabreden.

Wo hast du es gemacht?

Bellapelle in Hamburg, Katja Radtke. Kosten: ca. 200 Euro, www.bellapelle.de

Fahler Teint: Papaya

© Keith Schofield

Natürliche Kräuter-Schälkur

Charlotte Schwarck, Redakteurin, will ihrer Haut eine schnelle, aber effektive Frischekur gönnen.

Was soll das?

Die Schälkur “Green Peel Classic” von Dr. Christine Schrammek verkürzt den natürlichen Regenerationsprozess der Haut von rund 28 Tagen auf fünf. Dank einer Mischung aus enzymhaltigen, pulverisierten Kräutern wie Ackerschachtelhalm und Lungenkraut erneuert sich die Haut rasend schnell. Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, die Mikrozirkulation wird besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Weil sich neue Bindegewebsfasern bilden, wird die Haut fester. Wer unter Unreinheiten leidet, profitiert von der Regulierung des Verhornungs- prozesses.

Wie war’s für dich?

Schon während der Behandlung merke ich, dass etwas mit der Haut passiert. Nach der Reinigung wird die aufgeschäumte Kräutermischung einmassiert: acht Minuten lang. Mein Gesicht wird ganz warm und ich spüre, wie die winzigen Partikel in die Poren dringen. Spannend! Im Anschluss bin ich gerötet und sehe aus, als wäre ich in der Mittagssonne von Barbados eingeschlafen. Heute und während der nächsten vier Tage hat mein Gesicht Waschverbot, damit es sich schön schälen kann. Tut es auch. Alles spannt und juckt und am dritten Tag platzt die alte Haut wie nach einem Sonnenbrand auf, erst an den Mundwinkeln, dann im ganzen Gesicht. Darunter: frische, zarte Babyhaut. Ich muss mir echt auf die Finger hauen, damit ich die kleinen Schüppchen nicht abziehe. Stattdessen betupfe ich die Haut mit einem Kräutergesichtswasser. Das kühlt und lindert den Juckreiz. Auch im Set: die “Special Regulating Cream” und der “Blemish Balm” von Dr. Schrammek. Zweimal täglich mische ich die beiden Produkte und tupfe sie auf. Tag fünf: Die Erlösung! Bei der Abschlussbehandlung wird der Schälprozess unterbrochen und die durstige Haut mit Nährstoffen versorgt. Nie haben sich ein warmes Musselintuch und eine Pflegemaske so schön angefühlt wie heute! Ein bisschen rot bin ich noch, aber die Haut strahlt, ist feinporig – und wird von Tag zu Tag schöner.

Würdest du es wieder machen?

Ja, immer an einem Mittwoch oder Donnerstag, dann schält man sich am Wochenende.

Wo hast du es gemacht?

Privatpraxis Dr. Susanna Meier in Hamburg. Kosten: ab ca. 295 Euro inklusive Treatment, Home-Care-Set und Nachbehandlung, www.greenpeel.de

Profi-Treatments im Test

Geht alles glatt

Natürliche, mechanische Peelings glätten die Haut mit feinen Partikeln wie Salz, Zucker, Sand oder gemahlenen Fruchtkernen. Sie schleifen die abgestorbenen Hautzellen ab, können Feinstaub entfernen und die Durchblutung anregen. Die Waschgele und -pasten eignen sich besonders für den Körper, da die Haut dort unempfindlicher ist. “Dünner kann die Haut durch viele Peeling-Anwendungen nicht werden, da nur alte Hornzellen entfernt werden, und sofort vitale neue Zellen nachkommen”, erklärt Dr. Merkel.

Schrubben war gestern

Die neue Generation chemischer Peelings ist sanfter und basiert auf Enzymen. Durch ihre milde Wirkung sind sie perfekt für sensible Haut. Es gibt sie in Pulverform zum Anmischen daheim oder als fertige Paste. Die Enzyme, meist gewonnen aus Papaya oder Ananas, bauen gezielt Proteine ab und spalten so die Eiweißverbindungen zwischen den Hornzellen. Die toten Schüppchen lösen sich, mit Wasser lassen sie sich dann leicht abwaschen – darunter: strahlende Haut!

Sauer macht schön

Fruchtsäuren, auch Alpha-Hydroxysäuren (AHAs) genannt, arbeiten ähnlich wie Enzyme: Sie dringen in die obersten Hautschichten ein und entfernen abgestorbene Hautzellen, indem sie die Verbindungen der Zellen lösen. Eingesetzt werden sie oft bei Pigmentstörungen und Unreinheiten. Die beliebteste AHA: die Glykolsäure. Früher oft aus unreifen Weintrauben oder Zuckerrohr gewonnen, wird sie heute meist synthetisch nachgebaut. Da sie von allen Fruchtsäuren die kleinsten Moleküle hat, kann sie am weitesten vordringen, bis in die tieferen Hautschichten, und dort die Kollagenproduktion ankurbeln – wichtig für einen ebenmäßigen Teint. Dr. Merkel empfiehlt, die Haut vor einer Behandlung “anzusäuern”, sie also mit einer glykolsäurehaltigen Creme vorzubehandeln. Denn so kann sich die Haut an die Säure gewöhnen und ihr ins Saure verschobener Grundgehalt lässt das Peeling tiefer eindringen. AHAs stecken meist in flüssigen Konsistenzen wie Ampullen oder Cremes und sollten über Nacht angewendet werden, da sie die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Daher sehr ratsam nach der Fruchtsäurebehandlung: ein hoher Sonnenschutz.

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