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“Haut ist nicht nur Haut”– so lautet die Message von Laetitia Toupet, Global President von La Roche-Posay. Welchen immensen Einfluss Hautprobleme auf unsere mentale Gesundheit haben können, warum mehr darüber gesprochen werden muss und was getan werden kann, verrät uns die Expertin im Interview.

Über ein Viertel der Menschheit leidet an Hautproblemen. Studien zeigen, dass diese Hautprobleme unsere Lebensqualität erheblich beeinflussen können: unsere mentale Gesundheit, unser Selbstbewusstsein und auch wie wir mit anderen umgehen. La Roche-Posay hat es sich auf die Fahne geschrieben, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken und möchte zeigen, dass Dermatologie Leben verändern kann. Im Rahmen des DermLive-Events, an dem über 5.000 Dermatologen, Ärzte, Patienten und Journalisten aus aller Welt teilnahmen, sprechen wir mit Laetitia Toupet, Global President von La Roche-Posay.

BRIGITTE.de: Frau Toupet, was hat Hautpflege mit mentaler Gesundheit zu tun? Warum sprechen wir gerade über diese beiden Themen?

Laetitia Toupet: Das ist eine sehr gute und wichtige Frage: Weil La Roche-Posay mit Ärzten arbeitet, merken wir, dass Hautprobleme einen großen Einfluss auf psychische Wellness haben können. Es ist bewiesen, dass einer von zwei Teenagern wegen Akne nicht zur Schule oder zu Partys geht und dass Hautprobleme auch das Auftreten beeinflussen. So tragen junge Menschen mit Akne zum Beispiel Rollkragenpullover oder verstecken ihr Gesicht hinter ihren Haaren. Ihr Selbstbewusstsein und auch der Charakter sind betroffen, sie ziehen sich eher zurück.

 Laetitia Toupet, Global President von La Roche-Posay,  spricht im Interview über den Zusammenhang von Hautproblemen und mentaler Gesundheit. 
Laetitia Toupet, Global President von La Roche-Posay, spricht im Interview über den Zusammenhang von Hautproblemen und mentaler Gesundheit.
© PR

Auch jüngere Kinder mit Ekzemen leiden unter Schlafstörungen, was Einfluss auf ihre Konzentration und somit auf ihre Erfolge in der Schule haben kann und so die Selbstsicherheit schwächt. 79 % der Erwachsenen, die unter Ekzemen leiden, geben zu, sich deswegen schon von der Arbeit abgemeldet zu haben. Solche Zahlen zeigen, wie wichtig die richtige Hautpflege ist und dass jeder Zugang zu dieser haben sollte. Die richtigen Produkte können einen großen Einfluss auf unser Leben haben.

Hautprobleme und ihr Einfluss auf unsere mentale Gesundheit

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 46% der Akne-Patienten neigen eher dazu ernste Depressionen zu entwickeln, als Menschen ohne Akne
  • 50% der Akne-Patienten ziehen sich zurück
  • 79% der Ekzem-Patienten haben sich wegen ihrer Hautprobleme schon krankgemeldet
  • 47% bis 60% der Ekzem-Patienten leiden unter Schlafstörungen
  • 80% der Krebspatienten leiden an Haut-Nebenwirkungen

 

 47 bis 60 % der befragten Patienten mit Ekzem bringt der Juckreiz um den Schlaf. 
47 bis 60 % der befragten Patienten mit Ekzem bringt der Juckreiz um den Schlaf.

Welche Fehler gilt es zu vermeiden?

Es gibt zwei große Fehler, die immer wieder gemacht werden: 1. Man kauft die richtigen Produkte, aber vergisst die richtige Reinigung. Ein unpassendes Reinigungsgel kann die Wirkung der anderen Produkte verfälschen oder schwächen. Ich empfehle also, darauf zu achten, dass die Produkte aufeinander abgestimmt sind. Bei den richtigen Produkten sieht man schon nach kurzer Zeit Ergebnisse und dann fällt es den Betroffenen auch leichter, durchzuhalten.

2. Viele unterschätzen die Wichtigkeit von LSF und Sonnenschutz. Gerade jetzt während des Lockdowns möchte man die Sonnenstrahlen genießen. Aber man muss die Haut trotzdem schützen und kann so Sonnenschäden und Pigmentierung verhindern, die auch zu Allergien führen können.

Wie können Home Office und Lockdown bei Hautproblemen von Vorteil sein?

Man kann die Zeit nutzen und sich um sich selbst kümmern: Man sollte seine Haut pflegen, zum Beispiel mit einer hydrierenden Maske einmal die Woche. Das repariert die Haut und bietet zudem einen wahren Entspannungsmoment, der wiederum gut für die mentale Gesundheit ist.

Haben Sie noch einen Tipp für Betroffene? 

Sie sind nicht allein! Holen Sie sich Rat von Experten und probieren Sie die richtigen Produkte. Manchmal möchte man schon nach kurzer Zeit aufgeben aber man muss durchhalten. Außerdem sollten wir mehr darüber sprechen, Dermatologie kann Leben verändern! Wenn eine Behandlung Wirkung zeigt, sollte man davon berichten und so auch anderen helfen.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf www.GALA.de erschienen. 

Source: https://www.brigitte.de

Angst, Beengtheit und wirtschaftliche Sorgen – die Coronakrise war und ist für fast alle Menschen belastend. Auch viele Paare stellt diese Ausnahmesituation auf die Probe. Eine britische Studie liefert erste Erkenntnisse, wie die meisten sie bewältigen.

Egal ob Single oder in einer Beziehung, jung oder alt, mit Kindern oder ohne – Corona hat unser aller Leben verändert. Wir alle mussten uns an neue, ungewohnte Umstände anpassen, extreme Gefühle bewältigen und kreative Wege finden, um mit der Situation umzugehen. Sicherlich haben insbesondere die Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie beschlossen wurden, einige Gruppen härter getroffen als andere. Doch eine Krise war und ist Corona wohl für nahezu jeden.

Was macht Corona mit der Partnerschaft?

Schon zu Beginn des ersten europaweiten Lockdowns war abzusehen, dass diese Ausnahmesituation auch Beziehungen auf die Probe stellen wird. Plötzlich waren zahlreiche Paare gezwungen, auf engem Raum viel Zeit miteinander zu verbringen. Zusammen arbeiten, zusammen wohnen, zusammen die Nerven bewahren. Einige konnten sich demgegenüber monatelang nicht sehen, da sie in getrennten Haushalten leben. Und bei vielen verursachte die Krise Existenzängste und wirtschaftliche Nöte, die eine zusätzliche Belastung darstellten.

Bereits im Juni zeichnete sich ab, dass die Scheidungsrate in Deutschland im Coronajahr 2020 voraussichtlich höher ausfallen wird als in anderen Jahren (mehr dazu erfährst du in unserem Artikel “Corona und die Liebe“). Doch das heißt nicht, dass die meisten oder auch nur viele Beziehungen an dieser Krise zerbrochen sind. Wie eine britische Studie der “Marriage Foundation” nahelegt, hat sie tatsächlich sogar mehr Paare enger zusammengeschweißt als auseinander gebracht.

Studie: Mehr Paare zusammen- als auseinandergebracht

Knapp 2.600 Paare mit Kindern wurden im Rahmen dieser Studie über die Entwicklung ihrer Partnerschaft in Zeiten von Corona und Lockdown befragt. Während rund zehn Prozent der Testpersonen angaben, ihre Beziehung habe sich verschlechtert, berichteten 20 Prozent und damit doppelt so viele, ihre Bindung sei stärker geworden und ihr Zusammenleben besser. Außerdem dachten laut dieser Studie nach dem ersten Lockdown weniger der Befragten über eine Scheidung nach als vor dem Lockdown.

“Covid hat uns zu zahlreichen falschen Prognosen verleitet, eine davon war die explodierenden Scheidungszahlen”, sagte der Gründer der “Marriage Foundation” gegenüber “Sunday Times”. “Insgesamt sind viele Ehen im Lockdown eher aufgeblüht dank der Quality Time, die Paare miteinander verbringen konnten ohne den Stress, der etwa durch das ständige Pendeln zur Arbeit oder die Arbeit im Büro entsteht.”

Ob es wirklich an der Quality Time liegt, lassen wir mal dahingestellt. Vielleicht haben viele Paare in der Krisensituation auch einfach gemerkt, was sie an ihrem Schatz haben und dass sie sich aufeinander verlassen können. Schließlich erkennt man in einer Krise am besten, ob es wahre Liebe ist, die zwei Menschen verbindet, oder etwas anderes. Und so lässt sich der Effekt von Corona sowohl für diejenigen, deren Beziehungen zerbrochen sind, als auch für all die, die sich ihrem Schatz nun näher fühlen als je zuvor, wohl am besten folgendermaßen zusammenfassen: Die Pandemie hat sehr vielen Paaren offenbar Klarheit gebracht.

Source: https://www.brigitte.de

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