ausgeglichener

Warum ist der Sex mit dem Ex eigentlich so verpönt? Was spricht denn gegen einen Ausflug in bekannte Sex-Gefilde? Wir nennen dir fünf Gründe, warum Sex mit dem Ex eine gute Idee ist. Und einen Grund, warum du es doch lieber lassen solltest.

Stell dir vor: Nach Jahren kehrst du durch Zufall an einen alten Urlaubsort zurück. Du erinnerst dich noch, dass dir dort nicht alles gefallen hat. Aber dieser eine Strand mit seinen Palmen und dem kristallklaren Wasser war so wunderschön, dass du bis heute daran zurückdenkst. Und jetzt, da du schon einmal hier bist, nutzt du die Gelegenheit und besuchst dieses hinreißende Stück Erde nochmal. So ähnlich kann Sex mit dem Ex sein.

Klar, der Vergleich hinkt etwas. Trotzdem kann ein erneutes Stelldichein mit dem Verflossenen durchaus lustvolle Stunden bringen. Vorausgesetzt, du und dein früherer Partner seid beide Single und besitzt die nötige Reife, um mit dieser Situation umzugehen. Solltest du nicht überzeugt sein, dass Sex mit dem Ex eine gute Idee ist, kommen hier fünf gute Gründe dafür.

1. Zur Erinnerung an die guten Zeiten

Weißt du noch, ganz am Anfang eurer Beziehung? Als du und dein ehemaliger Partner ganze Wochenenden im Bett verbrachtet? Als ihr nur von Luft und Liebe lebtet?

Sex mit dem Ex kann genau diese anfängliche Leidenschaft wieder hervorkitzeln. Mit einem entscheidenden Vorteil: Ihr könnt die Zeit genießen, ohne euch Gedanken über Gefühle zu machen. Immerhin wisst ihr ja bereits, dass eine Beziehung nicht funktioniert hat. Wenn beide Parteien die nötige Reife dafür besitzen, steht diesem aufregenden Abenteuer nichts im Wege.

2. Für einen garantiert entspannten Abend

Jeder Mensch, der in seinem Leben einmal Single war, weiß, wie nervenaufreibend das erste Date sein kann. Man achtet auf jede Regung seines Gegenübers und natürlich auch auf die eigene. Hat er da gerade wirklich in der Nase gebohrt? Ist mir gerade Salsa-Sauce auf meine Hose getropft? Hoffentlich habe ich kein Salatblatt zwischen den Zähnen. Ganz schön anstrengend!

All diese Gedanken hast du beim Treffen mit deinem Ex-Partner nicht. Seien wir mal ehrlich: Ihr habt euch beide schon in jeder erdenklichen Situation gesehen. Dieses Wissen kann sehr entspannend wirken. Wenn dann noch der Sex stimmt, steht einem netten Abend nichts im Wege. So easy kommt man wohl selten auf seine Kosten.

3. Wegen der bekannten Qualität

Kein vorsichtiges Herantasten, kein schüchternes Ausprobieren, sondern direkt Vollgas. Wie einfach ist das denn! Jeder kennt die Vorlieben des anderen – und dessen Abneigungen! Du weißt was dich erwartet und dein Gegenüber weiß es von dir. Peinliche Momente kommen hier nicht vor.

Und das Beste: Vielleicht hat dein Verflossener ja in der Zwischenzeit etwas dazugelernt. Plötzlich macht er diese eine nervige Sache von damals nicht mehr. Oder er macht die eine Sache, die dich um den Verstand gebracht hat, nun noch länger. Eine ehemals gute Sache noch besser machen? Das passiert dir nur beim Sex mit dem Ex.

4. Sex mit dem Ex als Ego-Boost

Als er damals schlussgemacht hat, warst du am Boden zerstört und hast Rotz und Wasser geheult? Dann kommt jetzt die späte Wiedergutmachung. Trotz allem begehrt dich dein Verflossener nach wie vor. Noch stärker wird der Boost, wenn du am nächsten Morgen einfach deines Weges gehst. Ja, du hast die Trennung überstanden. Nur wem einmal das Herz gebrochen wurde, weiß, wie gut diese Erkenntnis tut. Aber sei dir deiner Gefühle bewusst (siehe den Absatz: Warum Sex mit dem Ex keine gute Idee ist).

Oder ging die Trennung von dir aus? Dann behalte im Hinterkopf, dass sich dein Ex erneut in dich verlieben könnte. Spiele also besser keine Spielchen, sei ehrlich mit deinen Absichten und sag von Anfang an, was du willst (nämlich eine unkomplizierte und folgenlose Nacht und keine Beziehung). Sind die Regeln klar definiert, hast du dir am Ende nichts vorzuwerfen, sollte es doch wieder zu Tränen seinerseits kommen.

5. Als Sprungbrett für einen zweiten Versuch

Zugegeben, dieser Punkt klingt zunächst gewagt. Immerhin ist die Beziehung schon einmal gescheitert. Aber Menschen ändern sich und vielleicht ja auch dein Verflossener. Wenn du auf einmal das Gefühl hast, es könnte doch noch klappen, warum nicht? Jeder hat eine zweite Chance verdient.

Doch Vorsicht! Probiere diesen Punkt nur dann aus, wenn ihr euch auch zwischenmenschlich wieder nähergekommen seid. Sonst kann der zweite Anlauf schnell wieder in einer schmerzhaften Trennung enden.

Warum Sex mit dem Ex keine gute Idee ist

Der eine Grund, warum du vom Sex mit dem Ex besser die Finger lässt, lässt sich mit genau einem Wort ausdrücken: Gefühle! Bevor du dich wieder deinem ehemaligen Partner näherst, solltest du dir deiner Gefühle absolut sicher sein. Hier einige Situationen, in denen du Sex mit dem Ex lieber vermeidest:

  1. Als Ablenkung von einer Trennung: Du wurdest gerade verlassen und willst nun deinen Ex-Ex nutzen, um dich besser zu fühlen? Achtung, das könnte nach hinten losgehen. In solchen Momenten ist man emotional oft nicht stabil genug. Zwei mögliche Szenarien könnten dem Ganzen noch die Krone aufsetzen: Entweder du findest dich in einer Beziehung mit dem Vor-Verflossenen wieder – schlimm – oder auch dieser hat kein Interesse und du wirst innerhalb kürzester Zeit von zwei Personen abserviert – noch schlimmer. Beide Situationen braucht niemand!
  2. Als Hoffnung auf einen zweiten Versuch: Ungeplant kann ein zweiter Versuch durchaus funktionieren (siehe Punkt 5). Nach Jahren trefft ihr euch wieder und lernt euch (dank emotionaler Reife) ganz neu kennen. So etwas kann allerdings nicht in einer einzigen leidenschaftlichen Nacht erzwungen werden, weswegen Sex mit dem Ex als Neustart einer Beziehung nicht geeignet ist. Klar, es gibt immer Ausnahmen, aber die bestätigen meist die Regel.
  3. Aus Mitleid: Dein ehemaliger Partner sieht selbst Monate (oder Jahre) nach eurer Trennung immer noch aus wie ein Häufchen Elend und tut dir leid? Dann mach, dass du wegkommst! Am besten, ohne dich umzudrehen. Das Schlimmste, was du nun tun kannst, ist, dich von deinem Mitleid mitreißen zu lassen und ihm Trost in Form von Sex zu spenden. Sei dir sicher: Danach hast du ihn wieder an der Backe! Und das willst weder du noch dein Ex-Partner.

Zuletzt noch ein Tipp: Hör auf dein Bauchgefühl. Selbst wenn die Beziehung mit dem ehemaligen Partner schon lange Zeit zurückliegt, kann ein erneutes Liebesspiel längst verheilte Wunden wieder aufreißen. Hast du im Laufe des Abends ein ungutes Gefühl, dann lass dich nicht nochmal auf deinen Verflossenen ein. So schön der Sex mit dem Ex sein kann, er rechtfertigt keine Wiederholung eurer Trennung.

Du willst wissen, an welchen Orten Paare gerne Sex hätten? Dan schau dir unseren Artikel zu dieser Studie an. Oder möchtest du wissen, warum glückliche Paare keinen Sex haben? Unser Video mit den drei häufigsten Gründen für eine Sexflaute verrät es dir.

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Source: https://www.brigitte.de

Nervosität, Frust, hoher Blutdruck: Ungeduld bringt viele Nachteile mit sich. Erfahre, wie du Geduld lernen kannst, um ein gelasseneres Leben zu führen.

Was dich deine Ungeduld kostet

Jetzt und nicht morgen! Ungeduldige Menschen brauchen sofortige Ergebnisse, sonst wächst der Frust. Es fällt schwer, brav abzuwarten und den Dingen Zeit zu geben. Mit jeder Sekunde, in der nichts passiert, wächst die innere Unruhe. Wir fühlen uns gestresst und genervt. Diese Anspannung kann auf Dauer sehr gefährlich für uns werden.

Folgende Symptome werden mit konstanter Ungeduld in Zusammenhang gebracht:

Früher oder später reagiert der Körper auf den ständigen Druck, den unsere Ungeduld verursacht. Deshalb sollten wir uns um ein paar Strategien bemühen, die uns geduldiger und gelassener machen. Probiere doch mal folgende Tipps aus, um innere Ruhe finden zu können und dich durch nichts mehr stressen zu lassen.

1. Ungeduld durch Meditation besiegen

Setze dich eine halbe Stunde hin und denke an nichts – jetzt schreien alle Ungeduldigen auf! Das erscheint zuerst wie eine reine Zeitverschwendung, viel passiert schließlich nicht. Aber genau das ist das Ziel!

Meditation hilft dir enorm dabei, ganz bewusst in diesem Moment zu leben. Menschen mit Ungeduld rasen oft hastig von der einen Herausforderung zur nächsten und haben große Angst davor, Zeit zu verschwenden. Das bewirkt leider oft, dass wir das Hier und Jetzt gar nicht mehr richtig schätzen können. In Gedanken sind wir schon beim nächsten Moment und beim nächsten Punkt auf der To-Do Liste.

Ob Chakra Meditation oder Osho Meditation: Wer sich im Meditieren übt, gewöhnt es sich wieder an, die Gegenwart ganz bewusst wahrzunehmen. Du konzentrierst dich dabei auf die richtige Atmung und lässt deinen Gedanken freien Lauf. Für den Anfang muss es auch nicht gleich eine halbe Stunde sein: Schon 10 Minuten reichen aus, um runterzukommen. Es gibt im Netz außerdem viele geführte Meditationen, die dir den Einstieg erleichtern können.

Hier erfährst du, wie du Meditation lernen kannst.

2. Warten lernen

Hart aber wirksam: Um geduldiger zu werden, solltest du dich selbst dazu bringen, öfter zu warten. Stell dich zum Beispiel nicht an die Kasse, an der weniger Menschen stehen, damit du schneller durch bist. Wähle bewusst die andere Schlange aus, auch wenn dich das mehr Zeit kostet.

Als Ungeduldige müssen wir uns daran gewöhnen, dass es völlig normal ist, wenn Dinge Zeit kosten. Ein Gewöhnungsprozess, der etwas Zeit braucht. Den inneren Drang nach schnellem Fortschritt können wir nur ruhigstellen, wenn wir selber ruhiger werden und uns nicht ständig fragen, wo man noch Zeit einsparen könnte.

3. Multitasking aufgeben, Ungeduld auflösen

Zwei Dinge auf einmal erledigen – das spart Zeit und liefert schneller Ergebnisse. Jackpot! Aber tut dir Multitasking wirklich gut? Wissenschaftler belegten: Leider nicht.

Innerhalb einer Studie aus dem Jahr 2000 fanden Forscher heraus, dass Multitasking unsere Konzentrationsleistung stark verringert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir viel länger an einer Aufgabe sitzen und es komplizierter ist, diese abzuschließen. Und das dürfte Workaholics mit Ungeduld gar nicht gefallen!

Beim Multitasking machen wir genau genommen nicht zwei Dinge gleichzeitig. Wir wechseln ständig schnell zwischen zwei verschiedenen Aufgaben hin und her. Und das ist ein gutes Futter für deine Ungeduld, die von diesem hastigen Denken angefeuert wird.

Langfristig gesehen tut dir Multitasking also überhaupt nicht gut. Es verschlimmert die eigene Ungeduld: Wir verlernen, uns bewusst Zeit zu nehmen. Deshalb solltest du lieber darauf verzichten und Aufgaben nacheinander erledigen.

4. Ungeduld durch Yoga-Kurse wegtrainieren

Bewusstes Atmen, langsame Bewegungen, vorsichtiges Dehnen: Yoga ist für viele Menschen eine wunderbare Entspannung. Für Ungeduldige bedeutet das fehlende Tempo aber nur eins: Stress!

Menschen mit großer Ungeduld entscheiden sich lieber für schnelle und dynamische Sportarten: Sprints, kurze und intensive Kraftübungen, Tanzkurse. Also intensive und fordernde Aktivitäten, die kurzfristig schnelle Erfolge bringen können. Dabei würde es vor allem ungeduldigen Menschen helfen, wenn sie einen Gang runterschalten.

Beim Yoga geht es um kontrollierte ruhige Bewegungsabläufe und die korrekte Atmung. Das wirkt nur im ersten Moment lahm: Yoga kann sehr anstrengend sein! Gerade für ungeduldige Menschen, die sich erstmal an das langsamere Tempo und die spezifischen Abläufe gewöhnen müssen. Schneller ist hier nicht besser und genau dieses Mindset wird dir dabei helfen, deine Ungeduld zu besiegen.

Yoga für einen starken Rücken

5. Anspruchsvolle Aufgaben suchen

Bist du unterfordert? Ungeduld kann auch entstehen, wenn wir uns unterfordert fühlen. Du bist dann ständig frustriert, weil alles einfach zu langsam läuft und du nicht schnell genug vorankommst. Fordert dich eine Aufgabe (oder ein Beruf) nicht stark genug, kommst du immer wieder an diesen Punkt.

Die Ungeduld wird garantiert weniger, wenn du hundertprozentig in einer Aufgabe aufgehst, die du nicht so schnell abhandeln kannst. Etwas, das dich wirklich beschäftigt und eine echte Herausforderung für dich ist. Dann kommen dir andere auch nicht mehr so lahm vor, denn dein Fokus ist auf dich selbst gerichtet.

6. Tschüss, Ungeduld: Die Vorteile der Geduld anerkennen

Die beste Motivation für ein geduldigeres Ich ist immer noch, sich die Vorteile vor Augen zu führen, die Geduld mit sich bringt. Und das sind zahlreiche!

Diese Benefits kannst du erwarten, wenn du deine Ungeduld hinter dir lässt:

  • Positivität: Geduldige Menschen sind weniger anfällig für Negativität und leiden seltener an Depressionen.
  • Lebensfreude: Geben wir Ungeduld auf, haben wir mehr Freude im Alltag und hetzen nicht mehr von einer Aufgabe zur nächsten. Wir sind ausgeglichener und weniger gefrustet. Davon profitieren auch unsere Mitmenschen.
  • Erfolg: Wer Geduld aufbringen kann, lässt sich nicht von kleinen Rückschlägen aufhalten und macht einfach weiter.
  • Bessere Gesundheit: Laut einigen Studien nehmen Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab, wenn wir den Stress reduzieren, der durch Ungeduld entsteht.

Du siehst: Geduld lernen lohnt sich! Weitere Tipps und Tricks rund um das Thema Persönlichkeit findest du in der BRIGITTE-Community.

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alleine-gluecklich-sein-so-lernst-du-dir-selbst-genug-zu-sein

Alleine glücklich sein klingt für dich nach einem Widerspruch in sich? Ist es aber nicht! Hier erfährst du, wie du es lernen kannst.

Wenn wir klein sind, leben wir bei unseren Eltern, als Schulkinder sitzen wir zusammen mit anderen in einer Klasse und als Erwachsene suchen sich viele einen Partner, mit dem sie wiederum eine Familie gründen. Sind wir als Menschen überhaupt dazu in der Lage, alleine glücklich zu sein? Kurz und schmerzlos: Ja, sind wir! Aber unter Umständen müssen wir es erst einmal lernen …

Alleine glücklich sein: Warum ist das so schwer?

Eines der wesentlichen Merkmale von uns Menschen ist unser Sozialsinn (mehr dazu erfährst du in unserem Artikel “Was ist der Mensch?“). Ihm verdanken wir unter anderem, dass wir mithilfe höchst komplexer Systeme kommunizieren können (Sprachen) und in der Regel rund 80 Jahre Leben zur Verfügung haben, anstatt um die 30. Empathie, ein Bedürfnis nach Nähe, Feedback und Gesellschaft, Sehnsucht nach Liebe – an solchen Eigenschaften und Gefühlen merken wir alle, dass wir soziale Wesen sind.

Auch aus der Forschung gibt es Beobachtungen, die zeigen, wie stark unser Drang zu menschlichen Kontakten und Verbindungen ist: In einem Experiment der University of Virginia fügte sich zum Beispiel jede zweite Versuchsperson lieber einen Stromschlag zu, als eine Viertelstunde mit ihren Gedanken allein zu sein.

Wem das Alleinsein also schwerfällt, kann sich trösten: Damit bist du nicht allein!

Alleine glücklich sein: Wozu?

Aber, vielschichtig wie wir Menschen nun einmal sind, ist unser Bedürfnis nach Gesellschaft und sozialer Anbindung natürlich nicht das einzige, was uns ausmacht: In jedem von uns steckt auch ein Individualist, der sich selbst verwirklichen möchte, sich unabhängig und frei fühlen sowie abgrenzen muss, um glücklich zu sein. Wären wir ständig unter Menschen und niemals allein, käme diese Seite unserer Persönlichkeit viiiiel zu kurz. Insofern sind Phasen des Alleinseins gut und wichtig für uns – denn nur, wer alleine glücklich sein kann, kann generell glücklich sein.

Alleine glücklich sein: Allein versus einsam

Einer der Gründe, warum Alleinsein einigen Menschen Angst macht und in ihrer Vorstellung negativ besetzt ist, liegt darin, dass sie es mit Einsamkeit verwechseln bzw. gleichsetzen. Allerdings ist Einsamkeit ein Gefühl und Alleinsein lediglich ein Zustand – und es ist wichtig, das zu unterscheiden. Selbst in einem Raum voller Menschen können wir uns einsam fühlen, obwohl wir nicht allein sind. Andersherum müssen wir uns nicht einsam fühlen, wenn wir von anderen isoliert sind.

Entscheidend dafür, was wir fühlen, ist, wie wir eine Situation wahrnehmen. Einsamkeit entsteht in uns, wenn wir meinen, abgeschnitten, verzichtbar und fehl am Platz zu sein. Da wir, wenn wir allein sind, kein Feedback von anderen Menschen bekommen und uns daher die Bestätigung von außen fehlt, kann der Zustand des Alleinseins einen solchen Eindruck begünstigen – allerdings nur, sofern wir nicht genug an uns glauben und es uns an Selbstliebe und Selbstbewusstsein mangelt. 

 

4 Vorteile von Menschen, die alleine glücklich sein können

Zugegeben: Von Menschen umgeben zu sein, ist schön, vor allem wenn es Personen sind, mit denen wir auf einer Wellenlänge liegen. Allerdings hat Gesellschaft auch ihre Nachteile – und das Alleinsein seine Vorteile!

1. Alleinsein fördert Kreativität

Wer allein und auf sich selbst gestellt ist, muss eigene Ideen und Lösungswege entwickeln – und ein besonders Kreativität boostendes Duo heißt übrigens: Alleinsein + Langeweile!

2. Alleinsein können schützt vor Einsamkeit

Klingt vielleicht paradox, aber: Wer alleine glücklich sein kann, wird niemals unter Einsamkeit leiden – auch nicht in einer Gruppe von Menschen, mit denen sie oder er nichts gemeinsam hat. Sich selbst genug zu sein schützt vor quälenden Einsamkeitsgefühlen und so ist Alleinsein üben ein guter Weg, um Einsamkeit überwinden zu können.

3. Alleinsein bringt uns mit uns selbst in Kontakt

Wenn wir alleine sind, steht nichts und niemand zwischen unseren Bedürfnissen und den Entscheidungen und Handlungen, die wir daraus ableiten. Kein für andere verantwortlich Sein, kein sich mit anderen Vergleichen und Konkurrieren – allein können wir uns voll und ganz auf uns konzentrieren. Daher ist Alleinsein ein wichtiges Element bei der Selbstfindung und oftmals nötig, wenn wir unsere Gefühle verstehen lernen möchten.

4. Alleinsein stärkt Selbstvertrauen und Unabhängigkeit

Wer alleine zurechtkommt, macht dabei in der Regel die Erfahrung: Wow, das funktioniert ja super! Natürlich stärkt das unser Selbstvertrauen und unsere Unabhängigkeit – zu Recht! 

Alleine glücklich sein: So kannst du es lernen

Ein entscheidender Ansatzpunkt, um alleine glücklich sein zu lernen, ist unsere Wahrnehmung – sowohl unsere Selbstwahrnehmung als auch unsere Wahrnehmung der Situation des Alleinseins. Folgende Tipps können dabei helfen, eine positive Einstellung zum Alleinsein zu entwickeln.

6 Tipps, die dir das Alleinsein versüßen

1. Entscheide dich fürs Alleinsein

Wir alle sind kleine Kontrollfreaks. Daher fällt es uns leichter, uns auf etwas einzulassen, das wir uns selbst ausgesucht haben. Auch wenn du womöglich “unfreiwillig” alleine bist, solltest du deshalb versuchen, die Situation als von dir gewählt zu betrachten. Vielleicht war es ja dein Unterbewusstsein, das dein Leben so gesteuert hast, dass du nun alleine bist? Vielleicht ist es ja genau das, was du gerade brauchst? Jeder Moment in unserem Leben bietet uns die Chance, etwas Positives daraus zu machen oder darin zu sehen – auch und gerade, wenn wir ihn allein verbringen!

2. Führe dir die Vorteile des Alleinseins vor Augen

Du musst dich nach niemandem richten, kannst selbst entscheiden, wie du deine Zeit verbringst, und musst dich mit niemandem streiten oder anschnauzen lassen – hach, wie schön! 

3. Setz dich mit dir selbst auseinander

Worauf bist du stolz? Wofür bist du dankbar? Was ist dein Lebenstraum? Was macht dich glücklich? Du brauchst kein Feedback von außen, wenn du selbst weißt, wer du bist und was du wert bist. Am besten besorgst du dir ein Tagebuch, in das du regelmäßig etwas schreibst – dann hast du gleich auch einen handfesten Beweis, dass du da bist und dich weiterentwickelst.

4. Unternimm alleine etwas Schönes

Ob Kino, lecker essen gehen oder gleich Urlaub am Meer – alleine kannst du genauso viele tolle Dinge tun wie in Gesellschaft. Positive Erlebnisse helfen dir dabei, das Alleinsein lieben zu lernen.

5. Stell dich einer Herausforderung

Ängste überwinden, Gewohnheiten ändern oder auch die blöde Glühbirne im Bad selber wechseln – such dir ein Projekt, das du alleine bewältigen kannst. Das stärkt dein Selbstvertrauen und beweist dir: Vieles schaffst du ganz allein.

6. Akzeptiere Einsamkeit als Teil des Menschseins

Obwohl wir soziale Wesen sind und selbst wenn wir uns in Gesellschaft befinden: Ein kleiner Rest Einsamkeit wird doch immer bleiben. Der Grund dafür ist: Was wir fühlen und empfinden, ist individuell. Niemand weiß oder kann ganz genau nachempfinden, was Trauer oder Glück für dich bedeutet. Klingt deprimierend? Ist es aber nicht! Schließlich ist das etwas, was uns alle miteinander verbindet – und jeden einzelnen von uns unverzichtbar macht.

Source: New feed

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