ausschließlich

In ihrer Beauty-Kolumne offenbart uns die Unternehmerin Sylvie Meis persönliche Ansichten rund um das Thema Schönheit. Dieses Mal spricht sie über Schönheitsideale und warum Instagram uns darin viel mehr Freiheiten schenkt, als wir vielleicht vermuten.

Ich werde oft gefragt, ob ich einem bestimmten Schönheitsideal folge oder welche Frauen nach meinem Empfinden schön sind. Doch darauf finde ich keine pauschale Antwort. Denn: Dem Schönheitsideal entsprechen in meinen Augen schon lange nicht mehr nur die Frauen, die einem bestimmten Standard erfüllen, wie beispielsweise einer Konfektionsgröße oder dem aktuellen Beauty-Trend. Für mich sind Frauen besonders schön, wenn sie etwas Selbstbewusstes oder Kraftvolles ausstrahlen. Die Art wie eine Frau auftritt, wie sie spricht, wie sie lacht und wie ihre Augen leuchten macht sie schön. Etwas, was man auch nicht unbedingt nur auf Fotos sehen kann.

Die Inspirationsquelle meiner Jugend waren die Topmodels der 90er-Jahre

Aber versteht mich nicht falsch: Natürlich ist es schön, Frauen auf Shooting-Bildern,  in Magazinen oder auf Instagram-Selfies zu bewundern. Das mache ich auch. In meiner Jugend war ich beispielsweise hin und weg von den Topmodels der 90er-Jahre.

Frauen wie Claudia Schiffer, Helena Christensen oder Cindy Crawford haben mich mit ihrer glowy Skin, ihren athletischen Körpern und diesen kraftvollen Posen auf den Covern der Frauenmagazine beeindruckt.

Und sie haben auch etwas mit mir gemacht: Sie haben meine Liebe zu Make-up entfacht. Die Models in den 90er Jahren hatten damals einen so tollen Nude-Lippenstift – den es bei mir in meinem Heimatdorf natürlich nicht zu kaufen gab. Also habe ich mir kurzum aus dem Augenbrauenstift meiner Mama und einer gewöhnlichen Lippenpflege selbst einen kreiert. Ich habe es schon früher geliebt, mit Make-up zu experimentieren und die Inspiration habe ich in den Modezeitschriften gefunden.

Das Schöne an Instagram? Es zeigt uns eine riesige Bandbreite an toller Persönlichkeiten

Auch heute lasse ich mich gerne noch durch Zeitschriften oder auch Social-Media-Accounts inspirieren. Doch ich wähle diese Inspirationsquellen ganz individuell, bewusst und vielfältig aus. Denn der Vorteil von Instagram & Co. ist doch, dass dort nicht nur ganz bestimmte Menschen ihre Fotos hochladen können, sondern eine riesige Bandbreite existiert. Dort treffe ich also auf eine Vielzahl an tollen Frauen mit unterschiedlichen Geschichten, unterschiedlichen Körpern, Proportionen, Größen, Hautfarben und Interessen und kann mir ganz bewusst wie aus einem großen Blumenladen meinen eigenen Strauß herauspicken. Manchmal lasse ich mich dann besonders von der Rose inspirieren, an einem anderen Tag ist es die Hortensie, die mich bekräftigt, dann bin ich vielleicht eine Weile total von der Sonnenblume fasziniert. Und wenn ich irgendwann feststelle, dass mir etwas nicht guttut, oder in mir negative Gefühle weckt, dann klammere ich es aus meinem wieder Leben aus. Und mische meinen Blumenstrauß wieder neu durch.

Suche dir dein ganz individuelles Umfeld

Ein Vorteil, den wir ohne Social Media noch nicht hatten. Damals wurde uns die Entscheidung abgenommen, welche Frauen wir in Zeitschriften oder in den Medien sehen. Und wenn wir ehrlich sind, waren diese Frauen doch ausschließlich Models. Heute können wir ganz selbstbestimmt und bewusst uns ein Umfeld schaffen – natürlich immer noch mit Models, wenn wir mögen, aber auch mit “echten“ Frauen. Frauen, in denen wir uns alle wiedererkennen können. Das ist auch der Grund, warum ich nicht zwingend sagen würde, dass Social Media falsche Schönheitsideale verkörpert.

Du musst dir nur das für dich passende Umfeld suchen und dir deinen Feed so gestalten, dass du dich wohl und bestärkt fühlst.

Mein Tipp an dich: Versuche keinem bestimmten Schönheitsideal nachzueifern. Stattdessen ist es viel gesünder, wenn du dir mehrere Inspirationsquellen (unbedingt Plural!) suchst, die zu dir passen, dir ein gutes Gefühl geben und das Beste aus dir herauskitzeln. Stelle dir deinen ganz individuellen Blumenstrauß zusammen und scheue dich nicht, auch ab und an eine Blume, die vielleicht doch nicht so richtig passt, herauszunehmen und durch eine andere zu ersetzen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Experimentieren und Zusammenstellen.
Alles Liebe, deine Sylvie. 

Source: https://www.brigitte.de

Schlank dank Fatburn-Turbo: Das verspricht die 24-Stunden-Blitzdiät. Auf dem Plan stehen jede Menge Eiweiß und Ausdauersport. Funktioniert das?

24-Stunden-Diät: Blitzprogramm gegen überschüssige Pfunde

Die 24-Stunden-Diät verspricht, dass ihr bis zu zwei Kilo an nur einem Diättag abnehmen könnt. Die Blitzdiät ist dabei darauf angelegt, möglichst viel Fett zu verbrennen und euren Kohlenhydratspeicher zu leeren. Damit das klappt, wird ein Fatburn-Turbo zugeschaltet: Verzicht auf Kohlenhydrate wie Weißmehl, Kartoffeln, süßes Obst.

Probanden an der Uni Freiburg verloren mit dieser Diät zwischen 0,5 und 2 Kilo Gewicht. Sie büßten nur wenig Muskelmasse ein und steigerten ihre Fettverbrennungsrate auf das Doppelte. Der Körper gewinnt seine Energie dann ausschließlich aus den eigenen Fettreserven.

Kohlenhydrate und Fett sollten in diesem Zeitraum also vom Speiseplan gestrichen werden, stattdessen setzt ihr auf eine eiweißreiche Ernährung: Lebensmittel mit Eiweiß, die den Stoffwechsel anregen.

Wie funktioniert die 24-Stunden-Diät?

Das Ziel: Fettverbrennung im Turbo-Gang. Erreicht werden soll das innerhalb von 24 Stunden mit Sport und kalorienarmen Mahlzeiten. Start ist am Vorabend – es wird trainiert bis an die Leistungsgrenze. Der Körper leert dabei seine Kohlenhydratspeicher und steigt um auf Fettverbrennung. Am eigentlichen Diät-Tag gibt es reichlich Eiweißfutter: Eier, Fleisch, Fisch, Milchprodukte. Kohlenhydrate wie Nudeln, Kartoffeln oder Bananen sind tabu. Ein (moderates) Ausdauertraining komplettiert das Programm.

Viel bewegen und weniger kalorienreich essen

An dieser Erfolgsformel zum Abnehmen führt auch im 21. Jahrhundert kein Weg vorbei. Neben dem weitestgehenden Verzicht auf Kohlenhydrate wird natürlich auf Sport gesetzt. Das erste Training sollte demnach bereits am Vorabend eingelegt werden.

Je nachdem, wie fit ihr seid, könnt ihr am darauf folgenden Tag ein Intervalltraining durchführen. Denn: Auch Muskelmasse sorgt dafür, dass ihr Fett verbrennt und am Ende des Tages rund einen bis zwei Kilogramm weniger auf der Waage stehen habt. Eurer Gesundheit zuliebe solltet ihr euch mindestens acht Stunden Schlaf gönnen.

Für wen ist die 24-Stunden-Diät geeignet?

Für alle, die fix ein paar Pfunde loswerden wollen, und die Sport nicht nur vom Hörensagen kennen. Denn: Der Auftakt ist brutal. Auch am eigentlichen Diättag kommt man nicht unter einer Stunde Bewegung davon, es können auch drei werden.

Fazit

Ein Programm aus der Abteilung “quick & dirty”. Vorteil: Man nimmt quasi von der ersten Minute an ab und muss nur 24 Stunden durchhalten. Das erscheint machbar – und jederzeit wiederholbar, sobald das Gewicht erneut aus dem Ruder läuft. Dazwischen sollte jedoch eine Woche Ruhepause liegen. Aber als Dauerlösung ist die 24-Stunden-Diät nicht geeignet. Da hilft nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung.

Du möchtest deine Ernährung dauerhaft umstellen? Wir haben viele leckere gesunde Rezepte, mit denen Abnehmen Spaß macht!

Source: New feed

Niemand möchte untreu sein, trotzdem sind es viele. Warum das so ist und was Menschen eventuell davon abhalten könnte, sich auf einen Seitensprung einzulassen, haben Wissenschaftlerinnen aus München untersucht.

Untreue – wir alle verachten beziehungsweise fürchten sie. Weil wir alle wissen oder zumindest ahnen, wie weh es tun muss, betrogen zu werden. Und weil wir fühlen, dass es falsch ist, jemanden zu hintergehen (dem wir nahestehen …). Trotzdem gaben 2020 in einer repräsentativen Umfrage von ElitePartner unter knapp 5.600 Menschen 31 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer zu, schon einmal untreu gewesen zu sein. Sie ist und bleibt also ein Paradoxon, diese Untreue: Niemand möchte untreu sein, trotzdem sind es viele.

Untreue gibt Wissenschaft Rätsel auf

Kein Wunder, dass Wissenschaftler*innen sich wieder und wieder mit dem Thema befassen und Erklärungen für dieses Seitensprung-Paradoxon suchen. Welche Berufsgruppen gehen am häufigsten fremd? Lässt vielleicht die Stimmlage einer Person auf ihre Bereitschaft schließen, eine Affäre zu haben? Auf all solche Fragen haben Forscher*innen bereits Antworten gefunden. Doch was Menschen wirklich dazu bewegt bzw. davon abhält, sich auf einen Seitensprung einzulassen, konnte bislang nicht wirklich geklärt werden. Nun haben sich Soziologinnen der Ludwig-Maximilians-Universität in München daran versucht, einen Lichtschimmer ins Dunkel zu bringen. Ob sie das geschafft haben oder nicht, ist eine Sache – doch was sie herausgefunden haben, ist zumindest interessant.

Fremdgehen oder nicht: Ist Committment das Zünglein an der Waage?

Für ihre Untersuchung werteten die Forscherinnen Daten des Beziehungspanels “pairfam” aus (Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics). Seit 2008 werden für “pairfam” ursprünglich knapp 14.000 Menschen einmal im Jahr zu ihrem Beziehungs- und Familienleben befragt. Die Mehrheit der Teilnehmer*innen ist verheiratet und hat Kinder.

Aus dieser Testgruppe gaben lediglich fünf Prozent der Befragten zu, ihrer*m aktuellen Partner*in untreu gewesen zu sein. Unzufriedenheit mit der Beziehung war erwartungsgemäß ein Treiber für den Seitensprung – doch entscheidend war noch ein weiterer Faktor: Spielten die Betroffenen mit dem Gedanken sich zu trennen oder nicht? Bestand neben den Problemen in der Partnerschaft eine Trennungsneigung, war die Untreuewahrscheinlichkeit in dieser Datenauswertung etwa zwei Prozentpunkte höher, als wenn das nicht der Fall war. Auf der anderen Seite schien laut dieser Untersuchung allein die Entschlossenheit an der Beziehung festzuhalten, ein Paar schwierige Phasen eher überstehen zu lassen – ohne dass einer von beiden fremdging.

Wird Verbindlichkeit zu unrecht unterschätzt

Erinnern wir uns nun einmal an die Dreieckstheorie der Liebe von Robert Sternberg, der zufolge eine Beziehung die drei Komponenten Nähe, Leidenschaft und Committment aufweisen kann/ sollte, unterstreichen die Ergebnisse dieser Untersuchung, wie wichtig das Element des Committment tatsächlich ist bzw. sein kann. Selbst wenn es in Sachen Nähe und Leidenschaft kriselt, kann beidseitig (!) empfundene Verbindlichkeit die Beziehung über eine schwierige Phase hinweg retten und einen Seitensprung verhindern.

Insofern ist es vielleicht doch ein bisschen schade, dass in den vergangenen Jahren bedingungsloses Committment mehr und mehr von einer “mal schauen, wie lange ich glücklich mit dir bin”-Einstellung abgelöst wurde – und von dem Gefühl, ausschließlich sich selbst und seinem eigenen Glück verpflichtet zu sein. Allerdings nur, wenn wir Untreue weiterhin als problematisch empfinden …

verwendete Quellen: rtl.de, ElitePartner

Source: https://www.brigitte.de

sex-ohne-kondom-was-du-wissen-solltest

Sex ohne Kondom kann unter Umständen fatale Folgen haben. Wann du verzichten kannst und wann du Gummi geben solltest …

Kondome schützen vor ungewollten Schwangerschaften und vor den meisten Geschlechtskrankheiten zuverlässig. Häufig werden sie jedoch als störend vor bzw. während des Liebesspiels empfunden – und es ist für viele bequemer, sie wegzulassen. Das kann aber schnell nach hinten losgehen …

Die Top 5 Ausreden

Die Ausreden, wenn es darum geht, keine Kondome verwenden zu wollen, sind vielfältig. Hier die Top 5:

Du nimmst doch die Pille!

Die Pille verhindert richtig eingenommen ungewollte Schwangerschaften – sie schützt jedoch nicht vor Geschlechtskrankheiten!

Ich hab nichts, versprochen!

Und das weiß dein Gegenüber so genau, weil derjenige gerade frisch getestet wurde, alle Tests negativ waren und er seitdem keine anderen Sexpartner hatte? Geschlechtskrankheiten bzw. deren Erreger sind nicht von außen sichtbar! Bedenke: Wenn jemand mit dir ungeschützten Sex haben will, wollte derjenige das vielleicht vorher auch schon mit anderen …

Ich ziehe ihn vorher raus!

Klappt sicher … nicht – und auch hier gilt wieder: Der Coitus Interruptus schützt nicht vor Syphilis, HIV & Co.!

Ich habe eine Latexallergie

Vielleicht stimmt das sogar … Doch es ist kein Grund auf Gummis zu verzichten, denn glücklicherweise gibt es ja latexfreie Kondome zu kaufen!

Vertraust du mir nicht?

Vertrauen ist wichtig, keine Frage. Dummerweise hat das in diesem Fall wenig mit Vertrauen zu tun, vor allem, wenn ihr euch kaum kennt (was bei einem One-Night-Stand wahrscheinlich der Fall ist):

  • Geschlechtskrankheiten kann man niemandem unbedingt ansehen. Ein gepflegtes Äußeres ist kein Indiz für verantwortungsvolles Handeln.
  • Egal, ob ihr euch schon länger kennt oder erst seit Kurzem: Vermutlich wird dir dein Partner oder deine Partnerin nicht auf die Nase binden, dass sie oder er ungeschützten Sex mit (vielen) anderen gehabt hat

Vorsicht vor Stealthing

Manche Männer versuchen sich nicht im Vorfeld rauszureden, sondern wenden eine perfide Methode an: Ihr habt vereinbart Sex mit Kondom zu haben, doch er zieht es heimlich, z. B. beim Stellungswechsel, ab – in dem Fall spricht man von Stealthing (und er hat vielleicht im Nachhinein eine lächerliche Ausrede parat). Und dieser Akt ist keineswegs ein Kavaliersdelikt, sondern Missbrauch und in Deutschland strafbar.

Let’s talk about Geschlechtskrankheiten

Sexuell übertragbare Krankheiten, auch STI (sexually trasmitted infection) oder STD (sexually transmitted diseases) genannt, sind leider keine Seltenheit. Die wichtigsten im Überblick:

  • HIV und AIDS
  • Chlamydien
  • Syphilis
  • Tripper (Gonorrhoe)
  • Hepatitis A und C
  • Trichomonaden
  • Filzläuse
  • Herpes
  • Humane Papillomviren (HPV)

Die Syphilis-Fälle haben sich von 2000 bis 2013 mehr als verdoppelt, das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der Menschen, die Ende 2018 mit HIV/AIDS in Deutschland leben auf 87.900 (Stand 2018). Und die Zahl der Neuinfektionen für 2018 wurde auf 2.400 geschätzt – sicher fühlen sollte man sich angesichts dieser Zahlen also nicht.

Ansteckungswege

  • Kontakt mit Körperflüssigkeiten
  • Kontakt mit befallenen Hautveränderungen
  • Schmierinfektion
  • Andere mögliche Wege: z. B. Drogengebrauch

Die Ansteckungswege sind unterschiedlich, so werden Chlamydien zum Beispiel über den Kontakt bei nicht-infizierter mit infizierter Schleimhaut übertragen, während HIV über Körperflüssigkeiten (z. B. Sperma oder Scheidenflüssigkeit) übertragen wird. Auch eine Schmierinfektion ist bei einigen möglich, z. B. über gemeinsam genutzte Gegenstände, die über die Hände auf Schleimhäute gelangen.

Symptome von STI

Bei einigen sexuell übertragbaren Krankheiten merkt der Betroffene keinerlei Anzeichen, andere wiederum treten mit unangenehmen Begleiterscheinungen auf.

Mögliche Symptome:

  • Unangenehm riechender und farbveränderter Ausfluss
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Sex
  • Juckreiz oder Ausschlag

STI-Tests

Wann ist ein Test sinnvoll? Treten Symptome auf, solltest du zur Ärzt*in gehen, um diese abklären zu lassen. Viele Geschlechtskrankheiten sind gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Gynäkologen, Urologen oder Hautärzte sind dafür deine Ansprechpartner. Auch deine Hausärzt*in kann dir sicherlich weiterhelfen!

Bei häufig wechselnden Sexpartnern können regelmäßige Tests sinnvoll sein, um Infektionen früh zu erkennen und nicht weiterzugeben, so die Deutsche Aidshilfe. Ein Test ist ebenso angesagt, wenn ein Sexpartner von dir mit einer Geschlechtskrankheit diagnostiziert wurde.

Normalerweise übernehmen die Krankenkassen die Kosten für solche Tests. Sogenannte Heimtests müssen hingegen selber bezahlt werden. Hier erfährst du mehr darüber, wie du dich anonym testen lassen kannst.

Sex ohne Kondom in einer Beziehung

Bei flüchtigen Liebschaften und bei häufig wechselnden (Sex-)Partnern ist das Kondom der sicherste Schutz vor Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften. Werden am Anfang von Beziehungen noch Kondome verwendet, fallen diese häufig weg, sobald es ernster wird. Doch ab wann könnte man auf das Kondom beim Sex wirklich verzichten?

  • Ihr habt beide Tests gemacht und seid gesund (ansonsten den ärztlichen Rat befolgen und die Therapie vollständig abschließen).
  • Ihr lebt in einer monogamen Beziehung oder legt Spielregeln fest, wie Sex mit anderen aussieht (z. B. ausschließlich mit Kondombenutzung).
  • Ihr fühlt euch beide sicher mit der Entscheidung, auf Kondome zu verzichten.
  • Spielt die Schwangerschaftsverhütung eine Rolle, solltest ihr über alternative Verhütung sprechen. Hier findet hier einen Überblick über verschiedene Verhütungsmittel sowie natürliche Verhütung.

Verhütungsmittel, Sex in den Wechseljahren oder Probleme in der Langzeitbeziehung – in der BRIGITTE-Community kannst du dich mit anderen austauschen. 

Quellen

Bundesministerium für Gesundheit

Deutsche Aidshilfe

liebesleben.de

Robert-Koch-Institut

Source: https://www.brigitte.de

die-familie-vegetarisch-ernaehren-ich-habe-das-experiment-gewagt

Sie rechnete mit Empörung, Protest und Hungerstreik. Doch als die Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange eine Woche lang für ihre Familie vegetarisch und nur mit saisonalen und regionalen Produkten kochte, um den Klimaschutz in der Küche zu erproben, erlebte sie eine Überraschung.

Ich plane einen Selbstversuch. Eine Woche lang werde ich ausschließlich mit regionalem und saisonalem Gemüse kochen. Und das im Vorfrühling. Die Zutaten sind logischerweise begrenzt: Kohl, Kartoffeln und Wurzelgemüse, wie soll ich daraus bitte mehrere Tage hintereinander köstliches Essen machen? Ich bin jetzt schon am Limit mit meinem Einfallsreichtum. Ich arbeite. Ich habe drei kleine und zwei große Kinder. Ich habe einen Mann.

Mein Leben ist in lauter Zeitfenster eingeteilt, in denen möglichst alles reibungslos klappen sollte. Da ist es na­tür­lich hilfreich, dass ich seit Jahren die immer gleichen fünf Gerichte koche, die in einer halben Stunde fertig sind und allen schmecken: Nudeln mit Pesto. Milchreis. Kartoffelbrei, Tiefkühlerbsen mit Fischstäbchen. Pfann­kuchen mit Apfelmus oder Hühnerfrikassee mit Champignons. Die Handgriffe beherrsche ich, so kann ich nebenbei noch Hausaufgaben betreuen, mir Geschichten aus der Schule und dem Kindergarten anhören oder mit meiner Mutter telefonieren.

Diesbezüglich ist mein Selbstversuch also ein echtes Wagnis. Ich befürchte, dass außer meinem Mann und mir niemand meine Gemüsekreationen essen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Kinder scharf auf Sellerie oder Rote Bete sind. Bisher gab es für sie das typische Rohkost-Angebot: Gurke, Paprika, Kirschtomaten. Damit ist es künftig vorbei. Diese drei sind zu dieser Jahreszeit richtige Klimakiller. Von meinen geliebten Avocados will ich gar nicht erst anfangen.

Ich befürchte, dass außer meinem Mann und mir niemand meine Gemüsekreation essen wird.

Ich habe die Sache mit meinem Mann durchgesprochen. Dass jetzt harte Zeiten anbrechen werden. Dass es von Montag bis Sonntag vermutlich nur fades Essen und schlechte Stimmung geben wird, weil ich überhaupt keine Ahnung habe, was ich aus der schmalen Auswahl zubereiten kann. Aber mein Mann freut sich drauf. Endlich mal wieder Risiko! Obwohl ich bei uns für das Kochen zuständig bin, kommt er gleich mit ein paar vegetarischen Kochbüchern an, die wir vor Jahren von Freunden bekommen haben. Toll, wirklich. Die Food-Bilder sehen fantastisch aus. Zum Sofort-Nachkochen – wären wir in Rente und hätten Zeit im Überfluss. Außerdem bestehen die Gerichte aus exotischen Zutaten, die weder saisonal noch regional sind. Wildreis in Auberginen-Hälften. Pomelo-Mango-Salat mit Koriandergrün. Ich besorge mir in einer Buchhandlung ein Kochbuch, das mir machbar erscheint: „Vegan. Saisonal. Regional. Einfache Rezepte für jeden Tag“.

Für den ersten Tag sind Kartoffel­ecken mit panierten Sellerieschnitzeln geplant. Unser täglicher Einkauf im Bioladen gestaltet sich gleich viel unkomplizierter als sonst. Anstatt mich zu fragen, ob ich tatsächlich nochmal Hühnerfrikassee mit Tiefkühlerbsen anbieten kann, packe ich einfach einen Sack Kartoffeln in den Wagen, eine Sellerieknolle, Dinkelpaniermehl, Eier und eine hübsch designte Dose Brathühnchen-Gewürzmischung, mit der ich die Kartoffelecken würzen werde.

An der Kasse freuen mein Mann und ich uns, wie schnell wir durch den Laden gekommen sind, ohne dieses ungute Gefühl, dass die Kinder sagen werden: „Schon wieder Hühnerfrikassee?“ Außerdem ist das regionale Gemüse viel günstiger als das Biofleisch, das wir sonst gekauft hätten. Tiefkühlerbsen sollen ja auch nicht ganz klimaneutral sein. Die Folienverpackung ist ohnehin heikel.

Auch vor meinem Selbstversuch habe ich mich mit der Öko-Thematik beschäftigt. Meine Geschwister und ich wurden sehr umweltbewusst erzogen. Unsere Eltern hatten einen großen Gemüsegarten, es wurde auf dem Markt eingekauft, wenig Fleisch gegessen und in jedem Zimmer das Licht ausgeschaltet, wenn niemand darin war, ganz zu schweigen vom Heizkostensparen. Wir Geschwister haben unterschiedlich darauf reagiert. Mit übermäßigem Fernsehkonsum, Shopping-­Lust, Fertignahrung oder schlicht mit Unverständnis. Als Jugendliche fanden wir diesen Öko-Fimmel übertrieben. Es war doch von allem genug da.

Als Mutter habe ich versucht, den goldenen Mittelweg zu finden zwischen modernem Konsumverhalten und Bioprodukten. Inzwischen sorgt die alltägliche Gehetztheit dafür, dass ich großzügiger mit meinen Vorsätzen geworden bin, also auch mal im Bioladen eine Fertigpizza gekauft habe – doch mit einem zunehmend unangenehmen Gefühl. Nur habe ich den Entschluss, mich wirklich ressourcenschonend zu verhalten, immer weiter in die Zukunft verschoben. Ich habe mir gesagt: „Das mache ich, wenn ich wieder mehr Zeit habe.“ Doch wann bitte soll das sein?

Jetzt. An diesem Spätnachmittag. An dem ich in der Küche stehe, während mein Mann mit den Kindern ein Bild an die Wand nagelt, für unseren Sohn irgendwelche Unterlagen einscannt und noch ans Telefon geht, als die Zahnarzthelferin anruft und fragt, warum ich heute nicht zum Kontrolltermin erschienen bin.

Ich wasche die Kartoffeln. Wie immer in Eile, mit dieser flachen Atmung, als würde die mir helfen, irgendwie schneller mit dem saisonalen und regionalen Gemüse fertig zu werden. Dabei müsste ich mich überhaupt nicht so stressen. Denn eigentlich ist nicht mehr viel zu tun. Nur den Ofen anstellen, die ungeschälten Kartoffeln achteln, die Sellerieknolle in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden, im Salzwasser zwei Minuten kochen. Die Kartoffeln in der Öl-Brathähnchen-Würzmischung schwenken und in den Ofen schieben. Anschließend die Selleriescheiben panieren und braten. Schon ist das regionale Essen ohne Fleisch fertig. Dazu gibt es noch einen schönen Kräuterquark mit Gewürzgurken. Als ich die Kartoffeln aus dem Ofen hole, ist mein 17-jähriger Sohn bereits vorbeige­kommen und hat anerkennend gefragt: „Was riecht denn hier so geil?“ Meine vierjährige Tochter wollte wissen: „Wann ist das Essen fertig?“ Und mein achtjähriger Sohn hat freiwillig den Tisch gedeckt und gesagt: „Toll, dass du mal was kochst, Mama.“

Ich habe meinen Mann mit ganz leerem Blick angeguckt. Ich dachte: „Hä? Ich koche doch jeden Abend? Und meistens erfülle ich auch noch Sonderwünsche! Wieso zählt das nicht?“ Mein Sohn: „Ich meine ja nur, es riecht so anders.“ Tja, was so ein Geflügel-Gewürz ohne Geflügel alles ausrichten kann. Das Kochen war sowieso viel unkomplizierter, als ich dachte. Bei vegetarischem Essen glaubt man ja automatisch, dass es entweder lasch schmeckt oder man so abgedrehte Superfood-Sachen kochen muss, die man sich aus fünfzig verschiedenen Läden zusammensuchen darf.

Stimmt aber nicht. Meine Bilanz nach dem ersten Tag: Die Kinder haben sehr viele Kartoffelecken mit Quark gegessen und gefragt, ob es die morgen wieder gibt. Unserem großen Sohn waren die Gemüseschnitzel doch zu „strange“ – meinen Mann und mich hat’s gefreut: So blieben mehr davon für uns. Zum Schluss – es ist wirklich wahr – hat meine sechsjährige Tochter mich umarmt und gemeint: „Mama, das war das beste Essen in meinem Leben!“

Mama, das war das beste Essen in meinem Leben!

Am nächsten Tag will ich wieder ein Gericht aus meinem neuen Kochbuch servieren: über Nacht eingeweichte Graupen mit Chinakohl. Dazu weich gekochte weiße Trockenbohnen und bereits im Sommer hergestellte Tomatensoße. Okay. Das Rezept können wir direkt knicken. Weder habe ich im Sommer Tomaten eingekocht, noch habe ich Graupen über Nacht eingeweicht.

Also entscheide ich mich, ganz eigenständig etwas aus dem Gemüse zu kreieren, das im Bioladen angeboten wird. Für uns soll es heute Goldrübchen mit Kartoffelgratin geben. Gold­rübchen kenne ich noch nicht. Aber ich finde, der Name klingt vielversprechend. Sie sehen leicht vertrocknet aus, also nehme ich an, sie sind regional. Als ich zu Hause nach dem Kartoffelgratin-Rezept in einem meiner ältesten Kochbücher suche, nämlich in dem von Wolfram Siebeck, nach dem mein Vater in den Achtzigern gern gekocht hat, fällt mir auf, dass es darin eine ganze Reihe saisonaler und regionaler Rezepte gibt. Nur sind sie nicht also solche gekennzeichnet. Offenbar war es damals total normal, nicht ausschließlich mit Produkten aus Übersee zu kochen. Unser Anspruch, ständig Paprika und Avocado zu kriegen, ist offenbar noch relativ neu. Ich blättere durchs Buch und erkenne viele Gerichte wieder. Mit einem Mal bin ich zurück in der Küche meiner Eltern, stehe neben meinem Vater am Herd. Ich helfe ihm, die Kartoffeln zu schneiden. Wir holen uns die selbst angebauten Kräuter von der Fensterbank. Ich glaube, dass mein Selbstversuch gar nicht so eine abgedrehte Sache ist. Sondern eigentlich etwas ganz Ursprüngliches, das wir in den letzten Jahrzehnten vergessen haben.

Und nun duftet es in meiner Berliner Küche so wie bei uns früher im Einfamilienhaus in Niedersachsen! Als Sellerie und Pastinaken noch nicht fremdartig waren. Meine Eltern haben uns damals gezeigt, was normal und passend ist für die Welt, auf der wir leben. Nur habe ich das noch nicht so verstanden.

Die in Butter geschwenkten Gold­rübchen mit Gratin kommen sehr gut an. Morgen werde ich noch ein Gericht von Wolfram Siebeck kochen: eine gedünstete Sellerieknolle mit feinem Rosenkohlmus und geschmorten Möhrchen. Und danach plane ich Semmelknödel mit glaciertem Schalotten-Karotten-Gemüse, eine Lauchquiche mit Apfelkompott und Gemüsesuppe mit Käse-­Grieß-Klößchen. Am Ende ist klar: Nur die gefüllte Sellerieknolle mochte außer mir niemand.

Gerade habe ich meinem Vater am Telefon von meinem Selbstversuch erzählt und mich für all das bedankt, was er mir beibrachte: uns nicht mehr zu nehmen, als gut für uns alle ist. Dinge selbst zu machen und dabei mit dem auszukommen, was die Natur gerade hergibt. Denn das ist eigentlich vollkommen ausreichend. Und überhaupt nicht fade.

Auch das Kochen ist wieder spannender geworden, weil mit einem Mal die gesamte Familie Freude daran hatte, mitzuhelfen. Die Kinder haben Routine beim Gemüseschnippeln entwickelt. Und es war jeden Tag richtig Klasse, zu probieren. Weder für meine Familie noch für mich fühlte sich der Verzicht auf Fischstäbchen und Tiefkühlerbsen wie ein Verlust an. Viel mehr wie ein Geschenk. Denn ich habe bewusster gekocht, ohne flache Atmung, wir haben gemeinsam den Tisch gedeckt und feierlicher gegessen. Am vierten Tag haben wir sogar selbst Kartoffelbrot gebacken. Anstatt zu basteln, backen wir jetzt jeden Sonntag ein Kartoffelbrot. Weniger Fleisch und Fertigprodukte essen wir auch. Außerdem fühlen wir uns naturverbundener, geerdeter. Tatsächlich hat diese Woche uns alle etwas ruhiger gemacht.

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