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Spritzgebäck schmeckt so lecker und ist außerdem einfach zu backen. Hier findet ihr köstliche Rezepte und hilfreiche Tipps für die Weihnachtsplätzchen!

Grundrezept für Spritzgebäck

Wer kennt nicht noch das leckere Spritzgebäck, dass es immer bei Oma gab? Diese köstlichen Kekse kannst du dir auch ganz leicht selber machen! Spritzgebäck wird meistens aus einem Mürbeteig hergestellt. Der Teig für Mürbeteigplätzchen jeglicher Art ist einfach vorzubereiten. Die Ingredienzien werden einfach miteinander vermengt.

Folgende Zutaten brauchst du für Omas Spritzgebäck:

  • 1 Teil Zucker
  • 2 Teile Butter
  • und 3 Teile Mehl

So leicht geht die Zubereitung von Spritzgebäck:

  1. Zuerst werden Butter und Zucker schaumig geschlagen. Außerdem kann noch Eigelb untergerührt werden, das als Emulgator dient.
  2. Danach wird das Mehl untergemischt.
  3. Nach Belieben kann das Rezept mit Zitronensaft, Vanillezucker, Mandeln und Gewürzen abgeschmeckt werden.

Tipp: Auch verschiedene andere Aromen wie Kaffee, Kakao oder Orange lassen das Grundrezept nur noch besser schmecken! So könnt ihr viele verschiedene Weihnachtsplätzchen zaubern.

Welchen Aufsatz fürs Spritzgebäck?

Für den Spritzbeutel gibt es mehrere Aufsätze. So ist zum Beispiel der typische Sternaufsatz für die gewellte Oberflächenform der Plätzchen verantwortlich. Damit können entweder Fantasieformen und Kringel oder Buchstaben wie S, I und C geformt werden.

Mit der Lochtülle hingegen lassen sich ganz einfach Tupfen auf das Backblech bringen.

Tipp: Wer einen Fleischwolf zu Hause hat, kann auch diesen anstelle des Spritzbeutels nutzen. Für den Fleischwolf gibt es passende Aufsätze, die auch für Spritzgebäck verwendet werden können.

Spritzgebäck: So gelingt es definitiv!

Stellt man einen Mürbeteig für das Spritzgebäck her, ist es wichtig, die Zutaten gut gekühlt und schnell zu verarbeiten. Durch Wärme oder langes Kneten wird der Teig sonst zäh, da sich das Klebergerüst des Mehls ausbildet. Der Teig soll aber schön mürbe, also weich, werden, daher ist eine schnelle Verarbeitung essenziell. Deshalb empfiehlt es sich, den Mürbeteig mit den Quirlen des Handrührgeräts, statt mit den Händen, zu vermengen. Es reicht, wenn er zum Schluss kurz noch einmal mit den Händen geknetet wird.

Tipp: Um den Teig unkompliziert in den Spritzbeutel zu füllen, wird dieser einfach in ein hohes Gefäß gestellt – so hat man für das Einfüllen beide Hände frei. Einfach die Ränder umschlagen und schon steht er stabil.

Spritzgebäck verschenken

Zum Verschenken die Plätzchen nach dem Backen abkühlen lassen. Anschließend können sie in geschmolzene Schokolade getunkt und mit gehakten Pistazien oder Mandeln garniert werden.

Auch Streusel und Kakaonibs machen sich richtig gut auf dem Gebäck. Die Plätzchen wandern zum Schluss in eine hübsche Schachtel und sorgen so garantiert für eine Überraschung beim Empfänger!

Unsere liebsten Rezepte für Spritzgebäck

Klassisches Spritzgebäck

Mit dem einfachen Mürbeteig-Rezept mit Vanillezucker und Zitronensaft ist dieses Spritzgebäck im Nullkommanichts hergestellt. Eine leckere Glasur aus Schokolade und Pistazien setzt ein würdiges Finish auf dieses Lieblingsrezept.

Zum Rezept:Klassisches Spritzgebäck

Weihnachtliches Spritzgebäck

Dieses Plätzchen-Rezept ist so schön einfach: Butter (oder Margarine) mit Ei, Puderzucker und Mehl verrühren, für einen leichten Zitrusgeschmack Zitronenschale untermischen. Danach werden große Tupfen gespritzt, zwischen die zum Schluss die herrliche Schokoladenfüllung kommt.

Zum Rezept: Weihnachtliches Spritzgebäck
Zimtgebäck mit Schokolade

Zimtgebäck mit Schokolade

Zimt gehört zu Weihnachten einfach dazu – die Kombi aus Spritzgebäck, Zimt und Schokolade verspricht daher absoluten Genuss. Wie gut, dass sich das Gebäck 3-4 Wochen hält, so können wir noch lange davon naschen!

Zum Rezept: Zimtgebäck mit Schokolade
Mandelhörnchen

Mandelhörnchen

Ein Teig aus Marzipan umhüllt mit Mandelblättchen und Glasur – das kann nur köstlich werden! Am besten gleich die doppelte Menge backen, denn als Mitbringsel zum Sonntagskaffee kommen sie richtig gut an! Hier findet ihr weitere leckere Marzipanplätzchen.

Zum Rezept: Mandelhörnchen
Mokka-Baiser-Tupfen

Mokka-Baiser-Tupfen

Diese Plätzchen sind leckere Baiser-Tupfen aus Eischnee mit Mokka-Geschmack. Nach dem Trocknen im Ofen werden sie noch in Kuvertüre getaucht. Yummie!

Zum Rezept: Mokka-Baiser-Tupfen

Ihr wollt noch weiter backen?

Wenn die Weihnachtsbäckerei eh schon im vollen Gange ist, hätten wir auch gleich noch weitere Ideen für euren Plätzchenteller: Hier findet ihr weitere einfache Plätzchen und hier haben wir noch mehr Ideen für Weihnachtsplätzchen.

Videotipp: Spritzgebäck backen – so geht`s!

Im Video erfahrt ihr Schritt für Schritt, wie man Spritzgebäck unkompliziert und gelingsicher zubereitet.

Source: https://www.brigitte.de

Hallo meine Lieben,
diese leckeren Pide habe ich für eine Feier gemacht und sie kamen richtig gut an, das Tolle daran ist, dass man sie auch richtig gut für ein kaltes Buffet machen kann, sie lassen sich damit also sehr gut vorbereiten.

Pide mit Spinat-Fetafüllung

Pide mit Spinat-Fetafüllung

Rezept von Glorija

Portionen

12

Portionen

Zubereitungszeit

30

minutes

Kochzeit

30

minutes

Kalorien

300

kcal

Perfekt für Partys, kalt und warm geniessbar und für Vegetarier geeignet.

ZUTATEN FÜR DEN TEIG

  • 100ml Milch

  • ein halber Würfel Hefe

  • 1 TL Zucker

  • 150g Naturjoghurt

  • 470g Mehl

  • 110ml Olivenöl

  • 1 TL Salz

  • 1 Ei, getrennt

  • 1 Päckchen Backpulver

  • ZUTATEN FÜR DIE SPINATFÜLLUNG
  • 100g Zwiebeln, kleingehackt

  • 1 Knoblauchzehe, kleingehackt

  • 1 Packung Blattspinat aus dem Tiefkühlfach (450g), auftauen und stark ausdrücken!

  • 30ml Olivenöl

  • 120g Feta, zerkrümelt

ANWEISUNGEN

    • Als erstes Milch, Hefe und Zucker und Joghurt verrühren und eine halbe Stunde ruhen lassen. Danach Mehl, Olivenöl, Salz, Eiweiss und Backpulver zugeben und ca. 3-4 Minuten mit einem Knethaken verrühren. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig ausrollen und acht Kugeln daraus formen, mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 20 Minuten ruhen lassen.
    • Ofen auf 220 °C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
  • Zwiebeln, Knoblauch und den ausgedrückten Spinat mit Mixstab grob pürieren, danach in einem kleinem Topf mit 30ml Olivenöl bei geringer Hitze ca. 10 Minuten dünsten. Jetzt Joghurt, Feta, Salz und Pfeffer hinzugeben und verrühren.
  • Die Teigkugeln zu länglichen Fladen ausrollen und zu Schiffchen formen. Die Spinatfüllung auf die Schiffchen verteilen
    (2EL pro Schiffchen).
  • Eigelb und 20ml Joghurt verquirlen und die Ränder des Teiges damit bestreichen. 12 Minuten bei 220°C golbraun backen, guten Appetit!

Source:https://www.cookinglove.de

Ich habe die coolsten Zimtschnecken der Welt, sagt mein Mann! Sie sind saftig, zergehen einem auf der Zunge und man will immer mehr davon. Sie sind einfach unglaublich lecker!

Selbst gebacken schmeckt einfach am Besten und es ist einfacher als man denkt, los geht’s!

Coole Zimtschnecken

Coole Zimtschnecken

Rezept von Glorija

Portionen

12

Portionen

Zubereitungszeit

3

hours 

20

minutes

Kochzeit

15

minutes

Kalorien

700

kcal

Ich sag’s Euch dieser Geruch in der Küche wird Euch umhauen, verdammt lecker.

ZUTATEN FÜR DEN HEFETEIG

  • 700g Mehl, ich nehme Dinkelmehl Typ 630

  • ½ Würfel frische Hefe

  • ½ TL Salz

  • 200ml Milch (lauwarm)

  • 2 Eier (Größe M)

  • 100ml Wasser (lauwarm)

  • 70g Zucker

  • 70ml Öl (Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Keimöl)

  • ZUTATEN FÜR DIE FÜLLUNG
  • 190g brauner Zucker

  • 120g Butter (geschmolzen)

  • 2-3 TL gemahlener Zimt

  • 60g Butter

ANWEISUNGEN

    • Als Erstes zerkrümelt ihr die Hefe und löst Diese zusammen mit etwas Zucker in dem lauwarmen Wasser auf.
    • Im nächsten Schritt kommen dann das restliche Mehl, der Zucker, die lauwarme Milch, das Salz, die Eier und das Öl dazu und das Ganze wird dann zu einem glatten Teig verknetet.
  • Mit Frischhaltefolie abgedeckt, 3 Stunden an einem warmen und dunklen Ort gehen lassen.
    In dieser Zeit die Zimtfüllung vorbereiten. Dazu den braunen Zucker, den gemahlenen Zimt mit der geschmolzenen Butter verrühren.
  • Die Butter wird mit der Zeit wieder fest. Falls die Masse zu fest zum Verstreichen wird, kurz in die Mikrowelle stellen oder über ein warmes Wasserbad.
  • Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
    Ohne ihn zu kneten, kann der Hefeteig nach der Gehzeit dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca 4mm ausgerollt und mit der Füllung bestrichen werden. einen kleinen Rand frei lassen, damit die Röllchen auch zusammen bleiben.
  • Danach wird der Teig aufgerollt und mit einem scharfen Messer in 4cm Stücke geschnitten.
  • Diese Röllchen werden anschließend mit der Schnittfläche nach unten in eine leicht gefettete und mit Backpapier ausgelegte Form gelegt.
    Mit Frischhaltefolie abgedeckt, sollte das Ganze dann nochmals gehen, dieses Mal aber nur für 20 Minuten.
  • 15 bis 20 Minuten backen.

Source:https://www.cookinglove.de

Sie rechnete mit Empörung, Protest und Hungerstreik. Doch als die Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange eine Woche lang für ihre Familie vegetarisch und nur mit saisonalen und regionalen Produkten kochte, um den Klimaschutz in der Küche zu erproben, erlebte sie eine Überraschung.

Ich plane einen Selbstversuch. Eine Woche lang werde ich ausschließlich mit regionalem und saisonalem Gemüse kochen. Und das im Vorfrühling. Die Zutaten sind logischerweise begrenzt: Kohl, Kartoffeln und Wurzelgemüse, wie soll ich daraus bitte mehrere Tage hintereinander köstliches Essen machen? Ich bin jetzt schon am Limit mit meinem Einfallsreichtum. Ich arbeite. Ich habe drei kleine und zwei große Kinder. Ich habe einen Mann.

Mein Leben ist in lauter Zeitfenster eingeteilt, in denen möglichst alles reibungslos klappen sollte. Da ist es na­tür­lich hilfreich, dass ich seit Jahren die immer gleichen fünf Gerichte koche, die in einer halben Stunde fertig sind und allen schmecken: Nudeln mit Pesto. Milchreis. Kartoffelbrei, Tiefkühlerbsen mit Fischstäbchen. Pfann­kuchen mit Apfelmus oder Hühnerfrikassee mit Champignons. Die Handgriffe beherrsche ich, so kann ich nebenbei noch Hausaufgaben betreuen, mir Geschichten aus der Schule und dem Kindergarten anhören oder mit meiner Mutter telefonieren.

Diesbezüglich ist mein Selbstversuch also ein echtes Wagnis. Ich befürchte, dass außer meinem Mann und mir niemand meine Gemüsekreationen essen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Kinder scharf auf Sellerie oder Rote Bete sind. Bisher gab es für sie das typische Rohkost-Angebot: Gurke, Paprika, Kirschtomaten. Damit ist es künftig vorbei. Diese drei sind zu dieser Jahreszeit richtige Klimakiller. Von meinen geliebten Avocados will ich gar nicht erst anfangen.

Ich befürchte, dass außer meinem Mann und mir niemand meine Gemüsekreation essen wird.

Ich habe die Sache mit meinem Mann durchgesprochen. Dass jetzt harte Zeiten anbrechen werden. Dass es von Montag bis Sonntag vermutlich nur fades Essen und schlechte Stimmung geben wird, weil ich überhaupt keine Ahnung habe, was ich aus der schmalen Auswahl zubereiten kann. Aber mein Mann freut sich drauf. Endlich mal wieder Risiko! Obwohl ich bei uns für das Kochen zuständig bin, kommt er gleich mit ein paar vegetarischen Kochbüchern an, die wir vor Jahren von Freunden bekommen haben. Toll, wirklich. Die Food-Bilder sehen fantastisch aus. Zum Sofort-Nachkochen – wären wir in Rente und hätten Zeit im Überfluss. Außerdem bestehen die Gerichte aus exotischen Zutaten, die weder saisonal noch regional sind. Wildreis in Auberginen-Hälften. Pomelo-Mango-Salat mit Koriandergrün. Ich besorge mir in einer Buchhandlung ein Kochbuch, das mir machbar erscheint: „Vegan. Saisonal. Regional. Einfache Rezepte für jeden Tag“.

Für den ersten Tag sind Kartoffel­ecken mit panierten Sellerieschnitzeln geplant. Unser täglicher Einkauf im Bioladen gestaltet sich gleich viel unkomplizierter als sonst. Anstatt mich zu fragen, ob ich tatsächlich nochmal Hühnerfrikassee mit Tiefkühlerbsen anbieten kann, packe ich einfach einen Sack Kartoffeln in den Wagen, eine Sellerieknolle, Dinkelpaniermehl, Eier und eine hübsch designte Dose Brathühnchen-Gewürzmischung, mit der ich die Kartoffelecken würzen werde.

An der Kasse freuen mein Mann und ich uns, wie schnell wir durch den Laden gekommen sind, ohne dieses ungute Gefühl, dass die Kinder sagen werden: „Schon wieder Hühnerfrikassee?“ Außerdem ist das regionale Gemüse viel günstiger als das Biofleisch, das wir sonst gekauft hätten. Tiefkühlerbsen sollen ja auch nicht ganz klimaneutral sein. Die Folienverpackung ist ohnehin heikel.

Auch vor meinem Selbstversuch habe ich mich mit der Öko-Thematik beschäftigt. Meine Geschwister und ich wurden sehr umweltbewusst erzogen. Unsere Eltern hatten einen großen Gemüsegarten, es wurde auf dem Markt eingekauft, wenig Fleisch gegessen und in jedem Zimmer das Licht ausgeschaltet, wenn niemand darin war, ganz zu schweigen vom Heizkostensparen. Wir Geschwister haben unterschiedlich darauf reagiert. Mit übermäßigem Fernsehkonsum, Shopping-­Lust, Fertignahrung oder schlicht mit Unverständnis. Als Jugendliche fanden wir diesen Öko-Fimmel übertrieben. Es war doch von allem genug da.

Als Mutter habe ich versucht, den goldenen Mittelweg zu finden zwischen modernem Konsumverhalten und Bioprodukten. Inzwischen sorgt die alltägliche Gehetztheit dafür, dass ich großzügiger mit meinen Vorsätzen geworden bin, also auch mal im Bioladen eine Fertigpizza gekauft habe – doch mit einem zunehmend unangenehmen Gefühl. Nur habe ich den Entschluss, mich wirklich ressourcenschonend zu verhalten, immer weiter in die Zukunft verschoben. Ich habe mir gesagt: „Das mache ich, wenn ich wieder mehr Zeit habe.“ Doch wann bitte soll das sein?

Jetzt. An diesem Spätnachmittag. An dem ich in der Küche stehe, während mein Mann mit den Kindern ein Bild an die Wand nagelt, für unseren Sohn irgendwelche Unterlagen einscannt und noch ans Telefon geht, als die Zahnarzthelferin anruft und fragt, warum ich heute nicht zum Kontrolltermin erschienen bin.

Ich wasche die Kartoffeln. Wie immer in Eile, mit dieser flachen Atmung, als würde die mir helfen, irgendwie schneller mit dem saisonalen und regionalen Gemüse fertig zu werden. Dabei müsste ich mich überhaupt nicht so stressen. Denn eigentlich ist nicht mehr viel zu tun. Nur den Ofen anstellen, die ungeschälten Kartoffeln achteln, die Sellerieknolle in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden, im Salzwasser zwei Minuten kochen. Die Kartoffeln in der Öl-Brathähnchen-Würzmischung schwenken und in den Ofen schieben. Anschließend die Selleriescheiben panieren und braten. Schon ist das regionale Essen ohne Fleisch fertig. Dazu gibt es noch einen schönen Kräuterquark mit Gewürzgurken. Als ich die Kartoffeln aus dem Ofen hole, ist mein 17-jähriger Sohn bereits vorbeige­kommen und hat anerkennend gefragt: „Was riecht denn hier so geil?“ Meine vierjährige Tochter wollte wissen: „Wann ist das Essen fertig?“ Und mein achtjähriger Sohn hat freiwillig den Tisch gedeckt und gesagt: „Toll, dass du mal was kochst, Mama.“

Ich habe meinen Mann mit ganz leerem Blick angeguckt. Ich dachte: „Hä? Ich koche doch jeden Abend? Und meistens erfülle ich auch noch Sonderwünsche! Wieso zählt das nicht?“ Mein Sohn: „Ich meine ja nur, es riecht so anders.“ Tja, was so ein Geflügel-Gewürz ohne Geflügel alles ausrichten kann. Das Kochen war sowieso viel unkomplizierter, als ich dachte. Bei vegetarischem Essen glaubt man ja automatisch, dass es entweder lasch schmeckt oder man so abgedrehte Superfood-Sachen kochen muss, die man sich aus fünfzig verschiedenen Läden zusammensuchen darf.

Stimmt aber nicht. Meine Bilanz nach dem ersten Tag: Die Kinder haben sehr viele Kartoffelecken mit Quark gegessen und gefragt, ob es die morgen wieder gibt. Unserem großen Sohn waren die Gemüseschnitzel doch zu „strange“ – meinen Mann und mich hat’s gefreut: So blieben mehr davon für uns. Zum Schluss – es ist wirklich wahr – hat meine sechsjährige Tochter mich umarmt und gemeint: „Mama, das war das beste Essen in meinem Leben!“

Mama, das war das beste Essen in meinem Leben!

Am nächsten Tag will ich wieder ein Gericht aus meinem neuen Kochbuch servieren: über Nacht eingeweichte Graupen mit Chinakohl. Dazu weich gekochte weiße Trockenbohnen und bereits im Sommer hergestellte Tomatensoße. Okay. Das Rezept können wir direkt knicken. Weder habe ich im Sommer Tomaten eingekocht, noch habe ich Graupen über Nacht eingeweicht.

Also entscheide ich mich, ganz eigenständig etwas aus dem Gemüse zu kreieren, das im Bioladen angeboten wird. Für uns soll es heute Goldrübchen mit Kartoffelgratin geben. Gold­rübchen kenne ich noch nicht. Aber ich finde, der Name klingt vielversprechend. Sie sehen leicht vertrocknet aus, also nehme ich an, sie sind regional. Als ich zu Hause nach dem Kartoffelgratin-Rezept in einem meiner ältesten Kochbücher suche, nämlich in dem von Wolfram Siebeck, nach dem mein Vater in den Achtzigern gern gekocht hat, fällt mir auf, dass es darin eine ganze Reihe saisonaler und regionaler Rezepte gibt. Nur sind sie nicht also solche gekennzeichnet. Offenbar war es damals total normal, nicht ausschließlich mit Produkten aus Übersee zu kochen. Unser Anspruch, ständig Paprika und Avocado zu kriegen, ist offenbar noch relativ neu. Ich blättere durchs Buch und erkenne viele Gerichte wieder. Mit einem Mal bin ich zurück in der Küche meiner Eltern, stehe neben meinem Vater am Herd. Ich helfe ihm, die Kartoffeln zu schneiden. Wir holen uns die selbst angebauten Kräuter von der Fensterbank. Ich glaube, dass mein Selbstversuch gar nicht so eine abgedrehte Sache ist. Sondern eigentlich etwas ganz Ursprüngliches, das wir in den letzten Jahrzehnten vergessen haben.

Und nun duftet es in meiner Berliner Küche so wie bei uns früher im Einfamilienhaus in Niedersachsen! Als Sellerie und Pastinaken noch nicht fremdartig waren. Meine Eltern haben uns damals gezeigt, was normal und passend ist für die Welt, auf der wir leben. Nur habe ich das noch nicht so verstanden.

Die in Butter geschwenkten Gold­rübchen mit Gratin kommen sehr gut an. Morgen werde ich noch ein Gericht von Wolfram Siebeck kochen: eine gedünstete Sellerieknolle mit feinem Rosenkohlmus und geschmorten Möhrchen. Und danach plane ich Semmelknödel mit glaciertem Schalotten-Karotten-Gemüse, eine Lauchquiche mit Apfelkompott und Gemüsesuppe mit Käse-­Grieß-Klößchen. Am Ende ist klar: Nur die gefüllte Sellerieknolle mochte außer mir niemand.

Gerade habe ich meinem Vater am Telefon von meinem Selbstversuch erzählt und mich für all das bedankt, was er mir beibrachte: uns nicht mehr zu nehmen, als gut für uns alle ist. Dinge selbst zu machen und dabei mit dem auszukommen, was die Natur gerade hergibt. Denn das ist eigentlich vollkommen ausreichend. Und überhaupt nicht fade.

Auch das Kochen ist wieder spannender geworden, weil mit einem Mal die gesamte Familie Freude daran hatte, mitzuhelfen. Die Kinder haben Routine beim Gemüseschnippeln entwickelt. Und es war jeden Tag richtig Klasse, zu probieren. Weder für meine Familie noch für mich fühlte sich der Verzicht auf Fischstäbchen und Tiefkühlerbsen wie ein Verlust an. Viel mehr wie ein Geschenk. Denn ich habe bewusster gekocht, ohne flache Atmung, wir haben gemeinsam den Tisch gedeckt und feierlicher gegessen. Am vierten Tag haben wir sogar selbst Kartoffelbrot gebacken. Anstatt zu basteln, backen wir jetzt jeden Sonntag ein Kartoffelbrot. Weniger Fleisch und Fertigprodukte essen wir auch. Außerdem fühlen wir uns naturverbundener, geerdeter. Tatsächlich hat diese Woche uns alle etwas ruhiger gemacht.

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